Verschmutzung von Bahnübergängen

Liebe Waldbauern und Wegebenutzer entlang der Ilztalbahn-Strecke,

wir wissen, dass insbesondere im Frühjahr oft umfangreiche Forstarbeiten notwendig sind. Dabei müssen in einigen Fällen auch die Feld- und Waldwegübergänge über die Gleise der Ilztalbahn genutzt werden, um die jeweiligen Waldgrundstücke zu erreichen und das geschlagene Holz abzutransportieren. Dass beim Abtransport von Holz Verschmutzungen von Wegen und Bahnübergängen teils unvermeidbar sind, ist verständlich.

Wir weisen aber umgehend darauf hin, dass die Ilztalbahn als eine öffentliche Eisenbahnstrecke jederzeit und das gesamte Jahr über von Zügen befahren werden kann und wir daher auch in der Pflicht stehen, die Strecke jederzeit befahrbar zu halten.  Dementsprechend ist unsere Infrastrukturabteilung immer eifrig unterwegs, um die 50 Kilometer lange Strecke instand zu halten. Dabei arbeiten alle unsere Mitarbeiter ehrenamtlich in ihrer Freizeit und leisten dabei teilweise über 500 Arbeitsstunden pro Jahr.

Deshalb bitten wir dringend, alle Bahnübergänge jederzeit befahrbar zu halten und beispielsweise einen durch das Abfahren von Holz verschmutzen Übergang umgehend zu reinigen!

Die teils starken Verschmutzungen stellen aber nicht nur ein Gefahr für den sicheren und reibungslosen Eisenbahnbetrieb dar, sondern belasten auch unsere ehrenamtlich arbeitenden Mitarbeiter, die sehr viel Arbeit in die Reinigung dieser Übergänge investieren müssen. Zudem beschädigen starke Verschmutzungen langfristig das Gleisbett und schädigen damit den Zustand der Infrastruktur.

Daher würden wir uns freuen, wenn die Verursacher solcher Verschmutzungen im Sinne einer guten Nachbarschaft in Zukunft darauf achten und ggf. diese Verschmutzungen vermeiden oder bereinigen!

Andernfalls sehen wir uns gezwungen, auch über rechtliche Schritte nachzudenken, um die Sicherheit und Befahrbarkeit der Ilztalbahn dauerhaft gewährleisten zu können.

Dankeschön!

Christoph Fleissner, i.A. Ilztalbahn Infrastruktur

Bilder vom 05.03.2019 zwischen Röhrnbach und Waldkirchen:
 

Ein Verkehrsverbund für Ostbayern?

Eine der Kernforderungen der Ilztalbahn GmbH ist die Gründung eines Verkehrsverbundes „Donau-Wald“. Doch was ist ein Verkehrsverbund eigentlich und was bringt er? Wir haben uns in anderen Regionen umgesehen und einige Argumente und Vorteile gesammelt.

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Blick über den Tellerrand: Reaktivierung Joachimsthal – Templin (Brandenburg)

Weit über die Grenzen unserer Region hinaus bekannt ist der Probebetrieb auf der Strecke Gotteszell – Viechtach. Der ab September 2016 zunächst für zwei Jahre angesetzte Probebetrieb ging 2018 in eine dreijährige Verlängerung. In dieser Zeit sollen nun durchschnittlich 1000 Fahrgäste je Streckenkilometer erreicht werden – zum Vergleich: 37 Bahnstrecken in Bayern erreichen diesen Wert im Regelbetrieb nicht, darunter alle Zweigstrecken des Waldbahnnetzes. Doch wie gehen andere Bundesländer mit dieser Hürde um? Wir haben uns umgeschaut und sind in Brandenburg auf den Probebetrieb Joachimsthal – Templin gestoßen.

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Ein voller Erfolg: Der Jahresrückblick 2018

Die Ilztalbahn kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken.

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Wie entsteht der neue Ilztalbahn-Fahrplan?

Der neue Ilztalbahn-Fahrplan ist online und auf der Homepage, in der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn, im Bayernkursbuch, auf Google Maps und natürlich auch schon in gedruckter Form als Flyer und Plakat zu finden.

Doch wie entsteht der jährliche Ilztalbahn-Fahrplan? Wir haben versucht, den Verlauf der Fahrplanerstellung und Trassenanmeldung am Beispiel des Fahrplans 2019 chronologisch aufzubereiten:

  • Herbst 2017: Richtig, 2017! Die Fahrplanerstellung beginnt bereits eineinhalb Jahre vor Saisonstart mit den ersten Ideen, Überlegungen und Konzepten. Die vergangene Saison wird analysiert. Was hat gut funktioniert? Was muss verbessert werden? Wie erreichen wir noch mehr Fahrgäste? Wie sollen die Anschlussbusse verkehren? An welchen Wochenenden fährt die Ilztalbahn? Aber auch: Was können wir ehrenamtlich und finanziell leisten? Bis zum Jahreswechsel stehen die ersten groben Konzepte fest.
  • März 2018: Nun beginnt die eigentliche Planungsphase. Wir bewegen uns in einem komplexen Netz mit zahlreichen Anschlussbeziehungen und Randbedingungen: In Passau müssen wir die Züge von DB und ÖBB abwarten, in Waldkirchen und Freyung warten die Anschlussbusse. Die Strecke der Ilztalbahn ist eingleisig, wir können nur in Kalteneck und Waldkirchen kreuzen. An den Endbahnhöfen muss genügend Pause eingeplant werden. Hier entsteht der erste detaillierte Fahrplan.
  • April 2018: Trassenanmeldung. Die Ilztalbahn fährt die ersten Kilometer auf der Hauptstrecke der DB-Netz. Dort müssen wir, wie alle anderen Züge auch, eine Trasse (quasi einen „Slot“) reservieren. Und da der Fahrplan europaweit gilt, benötigen die Bahnverwaltungen entsprechend viel Zeit für die Abstimmung. Wir als Ilztalbahn melden über unser Eisenbahn-Verkehrsunternehmen (EVU), die Rhein-Sieg-Eisenbahn, die Ankunfts- und Abfahrtszeiten für die drei Betriebsstellen Passau Hbf, Passau Güterbahnhof und Passau DB-Grenze an.
  • Sommer 2018: Trassenrückmeldung und -bestätigung. Wir bekommen die tatsächlichen Fahrzeiten für das DB-Teilstück zurückgemeldet. Oft gibt es hier Abweichungen von wenigen Minuten zur eigentlichen Bestellung – schließlich fahren wir nicht alleine auf den Gleisen. Sollte es hier zu große Abweichungen geben, könnte die Trasse auch nochmals neu verhandelt werden. Außerdem beginnt die Planung der Anschlussbusse. Basierend auf den Ilztalbahn-Fahrzeiten wird ein erster Fahr- und Umlaufplan erstellt, damit die Busse immer rechtzeitig am Bahnhof stehen.
  • September 2018: Jetzt beginnt die Feinplanung. Basierend auf den Trassen wird der Fahrplan nochmals minutengenau analysiert. Stimmen die Fahr- und Kreuzungszeiten? Passen die Anschlüsse? Gibt es genügend Umsteigezeit? Hat der Fahrplan genügend Puffer? Werden alle Pausen eingehalten? Hier fließt auch die Erfahrung aus der laufenden Saison ein. Gegebenenfalls gibt es hier nochmal geringfügige Verschiebungen. Danach kann der Buchfahrplan, also die betriebliche Unterlage der Lokführer erstellt werden. Die Fahrpläne der Anschlussbusse müssen mit dem Landratsamt Freyung-Grafenau abgestimmt werden, das die Bestellung und weitere Beauftragung übernimmt. Hierfür benötigen wir auch die jetzt feststehenden Fahrzeiten unserer tschechischen Partner.
  • November 2018: Kurz nach Abschluss der vorhergehenden Saison traut sich der neue Fahrplan erstmals an die Öffentlichkeit. Jetzt muss aus den Excel-Tabellen ein gut lesbarer Fahrplan gestaltet werden: Aber wie lassen sich die Verkehrstage und Fahrzeiten übersichtlich darstellen? Wie werden die Abfahrten auf der Homepage bestmöglich angezeigt? Gleichzeitig werden die Fahrplandaten zur Aufnahme in die elektronische Fahrplanauskunft an die DB übermittelt und ein GTFS-Fahrplan für Google Maps erstellt. Auch können wir die ersten Flyer und Plakate drucken, allerdings noch ohne Anschlussbusfahrplan.
  • März 2019: Die Anschlussbusfahrpläne müssen von den politischen Gremien im Landkreis Freyung-Grafenau abgesegnet werden. Dann steht dem Druck des Fahrplanflyers nichts mehr im Wege. Mit einer Auflage von über 50.000 Stück sollte man hier jeden Fehler vermeiden. Deshalb warten wir, bis alle Fahrzeiten, Fahrpreise und sonstigen Angaben endgültig bestätigt wurden.
  • April 2019: Ausstattung der Haltestellen mit Fahrplantafeln, Beginn der umfangreichen Flyerverteilung. Hier suchen wir immer Unterstützung!
  • 1. Mai 2019: Saisonstart! Die gedruckten Fahrpläne liegen bereit, die Homepage ist gefüttert, die Anzeigetafel am Bahnhof ist programmiert, jetzt darf nur das Zugpersonal für den 7:35-Uhr-Zug nicht verschlafen! Sind Sie dabei? Wir wünschen eine gute Fahrt!

Das genannte Prozedere wiederholt sich natürlich jedes Jahr, während wir am Fahrplan für 2019 basteln muss der Fahrplan für 2020 auch schon vorbereitet werden. Und so weiter.

Wir danken an dieser Stelle allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung!

Fertig gedruckt: Der Vorabflyer 2019 (nur Ilztalbahn-Fahrplan)

Korrigendum zum Deutschlandtakt: Ilztalbahn ergänzt

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat die Planungen zum Deutschlandtakt veröffentlicht. Ein lange erwartetes Konzept, das den zukünftigen Fahrplan und Infrastrukturausbau aufeinander abstimmen soll. Ein großer Wurf, doch wie so oft schleichen sich bei umfangreichen Berichten Fehler ein: Die Ilztalbahn wurde vergessen! Wir holen das hiermit nach.

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Auf dem Weg zum Regelverkehr: Die schwäbische Alb-Bahn

Vom Bayerischen Wald zur Schwäbischen Alb sind es nur etwas mehr als 300 km Luftlinie.  Und trotzdem offenbar weit genug, um verkehrspolitisch in komplett entgegengesetzte Richtungen zu arbeiten.

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Stopfmaschine im Ilztal

Schon wieder ein gelbes Ungetüm im Ilztal! Diesmal handelt es sich aber nicht um die bereits bekannte Schienenfräsmaschine sondern um eine neue Stopfmaschine, die im Auftrag der Herstellerfirma System 7 im Testeinsatz bei uns ist. Weiterlesen

Die Ilztalbahn auf der Innotrans

Alle zwei Jahre trifft sich die Eisenbahnwelt auf der weltweit größten Fachmesse in Berlin. Vom 18. bis zum 21. September war die Innotrans für über 3.000 Ausstellern und mehr als 160.000 Besucher geöffnet. Die Ilztalbahn war selbstverständlich dabei!

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Schienenfräszug im Testeinsatz

Ein riesiger, gelber Zug hat heute auf seiner Premierenfahrt Passau – Freyung neugierige Blicke auf sich gezogen. Es handelt sich um einen Gast, der in den nächsten Wochen und Monaten auf unserer Strecke getestet wird: ein Schienfräszug.

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