Arbeitseinsätze in der Winterpause

Die Winterpause nutzen wir für Instandhaltungsarbeiten an der Strecke. Neben dem obligatorischen Grünschnitt (in Kürze steht uns hierfür ein Mulcher-Anbaugerät für den Zweiwegebagger zur Verfügung) müssen diverse Streckenarbeiten wie die Kontrolle der Durchlässe, die Instandhaltung der Erdbauwerke (Dämme, Einschnitte) oder die Vermessung der Weichen erledigt werden. Außerdem steht die Sanierung einer Brücke an, damit am 1. Mai die Züge wieder planmäßig rollen können.

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Ein voller Erfolg: Der Jahresrückblick 2018

Die Ilztalbahn kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken.

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Streit um Verkehrsentlastung: Ilztalbahn fordert Beteiligung an Dialogforum zur Nordumfahrung

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um eine Passauer Nordumfahrung fordert die Ilztalbahn eine Beteiligung am Dialogforum. „In den Veröffentlichungen des Dialogforums werden die auf Passau zuführenden Bahnlinien nicht berücksichtigt und kein einziges Mal erwähnt. Dabei steht gerade mit der Ilztalbahn eine öffentliche Infrastruktur zur Verfügung, die die neuralgischsten Punkte im Passauer Straßennetz, die B12 am Ilzdurchbruch und die Ausfädelung der B85 entlasten könnte.“ So Prof. Thomas Schempf, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH.

In der Agenda des Dialogforums wird der öffentliche Nahverkehr von einer eigenen Projektgruppe bearbeitet und die Schwächen im bestehenden ÖPNV werden als eines der großen Problemfelder benannt. Wie im Dialogforum bestätigt, trägt der bestehende, stauanfällige Busverkehr nur marginal zur Verbesserung der Verkehrssituation bei.

Die Ilztalbahn mit ihrer staufreien, hochwassersicheren und straßenunabhängigen Linienführung bietet schon heute das Potenzial für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Dabei sollen die Züge zusätzlich zu den bestehenden ÖPNV-Hauptkorridoren verkehren und zusätzliche Fahrgäste vor allem zwischen Passau, Röhrnbach, Waldkirchen und Freyung gewinnen. Eine Beeinflussung der bestehenden Buslinien kann so vermieden werden. Schon ohne weitere Infrastrukturausbauten könnte ein attraktiver Stundentakt auf der Bahnstrecke eingerichtet werden. Langfristig muss der Nahverkehr landkreisübergreifend durch einen Verkehrsverbund organisiert werden.

Prof. Thomas Schempf: „Mit der Saison 2018, in der ohne einen einzigen Zugausfall fast 30.000 Fahrgäste befördert werden konnten, hat die Ilztalbahn ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Nun ist es Aufgabe der lokalen Politik, die Weichenstellung in Richtung Regelverkehr vorzunehmen. Dabei ist die Initiative der Stadt Freyung, in einem Grobkonzept den Rahmen für die Potenzialanalyse abzustecken, sehr zu begrüßen.“

Die Ilztalbahn GmbH fordert vom Dialogforum die unvoreingenommene und ergebnisoffene Prüfung einer ÖPNV-Offensive auf der Schiene und eine Beteiligung an der nächsten Sitzung im März 2019.

Wie entsteht der neue Ilztalbahn-Fahrplan?

Der neue Ilztalbahn-Fahrplan ist online und auf der Homepage, in der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn, im Bayernkursbuch, auf Google Maps und natürlich auch schon in gedruckter Form als Flyer und Plakat zu finden.

Doch wie entsteht der jährliche Ilztalbahn-Fahrplan? Wir haben versucht, den Verlauf der Fahrplanerstellung und Trassenanmeldung am Beispiel des Fahrplans 2019 chronologisch aufzubereiten:

  • Herbst 2017: Richtig, 2017! Die Fahrplanerstellung beginnt bereits eineinhalb Jahre vor Saisonstart mit den ersten Ideen, Überlegungen und Konzepten. Die vergangene Saison wird analysiert. Was hat gut funktioniert? Was muss verbessert werden? Wie erreichen wir noch mehr Fahrgäste? Wie sollen die Anschlussbusse verkehren? An welchen Wochenenden fährt die Ilztalbahn? Aber auch: Was können wir ehrenamtlich und finanziell leisten? Bis zum Jahreswechsel stehen die ersten groben Konzepte fest.
  • März 2018: Nun beginnt die eigentliche Planungsphase. Wir bewegen uns in einem komplexen Netz mit zahlreichen Anschlussbeziehungen und Randbedingungen: In Passau müssen wir die Züge von DB und ÖBB abwarten, in Waldkirchen und Freyung warten die Anschlussbusse. Die Strecke der Ilztalbahn ist eingleisig, wir können nur in Kalteneck und Waldkirchen kreuzen. An den Endbahnhöfen muss genügend Pause eingeplant werden. Hier entsteht der erste detaillierte Fahrplan.
  • April 2018: Trassenanmeldung. Die Ilztalbahn fährt die ersten Kilometer auf der Hauptstrecke der DB-Netz. Dort müssen wir, wie alle anderen Züge auch, eine Trasse (quasi einen „Slot“) reservieren. Und da der Fahrplan europaweit gilt, benötigen die Bahnverwaltungen entsprechend viel Zeit für die Abstimmung. Wir als Ilztalbahn melden über unser Eisenbahn-Verkehrsunternehmen (EVU), die Rhein-Sieg-Eisenbahn, die Ankunfts- und Abfahrtszeiten für die drei Betriebsstellen Passau Hbf, Passau Güterbahnhof und Passau DB-Grenze an.
  • Sommer 2018: Trassenrückmeldung und -bestätigung. Wir bekommen die tatsächlichen Fahrzeiten für das DB-Teilstück zurückgemeldet. Oft gibt es hier Abweichungen von wenigen Minuten zur eigentlichen Bestellung – schließlich fahren wir nicht alleine auf den Gleisen. Sollte es hier zu große Abweichungen geben, könnte die Trasse auch nochmals neu verhandelt werden. Außerdem beginnt die Planung der Anschlussbusse. Basierend auf den Ilztalbahn-Fahrzeiten wird ein erster Fahr- und Umlaufplan erstellt, damit die Busse immer rechtzeitig am Bahnhof stehen.
  • September 2018: Jetzt beginnt die Feinplanung. Basierend auf den Trassen wird der Fahrplan nochmals minutengenau analysiert. Stimmen die Fahr- und Kreuzungszeiten? Passen die Anschlüsse? Gibt es genügend Umsteigezeit? Hat der Fahrplan genügend Puffer? Werden alle Pausen eingehalten? Hier fließt auch die Erfahrung aus der laufenden Saison ein. Gegebenenfalls gibt es hier nochmal geringfügige Verschiebungen. Danach kann der Buchfahrplan, also die betriebliche Unterlage der Lokführer erstellt werden. Die Fahrpläne der Anschlussbusse müssen mit dem Landratsamt Freyung-Grafenau abgestimmt werden, das die Bestellung und weitere Beauftragung übernimmt. Hierfür benötigen wir auch die jetzt feststehenden Fahrzeiten unserer tschechischen Partner.
  • November 2018: Kurz nach Abschluss der vorhergehenden Saison traut sich der neue Fahrplan erstmals an die Öffentlichkeit. Jetzt muss aus den Excel-Tabellen ein gut lesbarer Fahrplan gestaltet werden: Aber wie lassen sich die Verkehrstage und Fahrzeiten übersichtlich darstellen? Wie werden die Abfahrten auf der Homepage bestmöglich angezeigt? Gleichzeitig werden die Fahrplandaten zur Aufnahme in die elektronische Fahrplanauskunft an die DB übermittelt und ein GTFS-Fahrplan für Google Maps erstellt. Auch können wir die ersten Flyer und Plakate drucken, allerdings noch ohne Anschlussbusfahrplan.
  • März 2019: Die Anschlussbusfahrpläne müssen von den politischen Gremien im Landkreis Freyung-Grafenau abgesegnet werden. Dann steht dem Druck des Fahrplanflyers nichts mehr im Wege. Mit einer Auflage von über 50.000 Stück sollte man hier jeden Fehler vermeiden. Deshalb warten wir, bis alle Fahrzeiten, Fahrpreise und sonstigen Angaben endgültig bestätigt wurden.
  • April 2019: Ausstattung der Haltestellen mit Fahrplantafeln, Beginn der umfangreichen Flyerverteilung. Hier suchen wir immer Unterstützung!
  • 1. Mai 2019: Saisonstart! Die gedruckten Fahrpläne liegen bereit, die Homepage ist gefüttert, die Anzeigetafel am Bahnhof ist programmiert, jetzt darf nur das Zugpersonal für den 7:35-Uhr-Zug nicht verschlafen! Sind Sie dabei? Wir wünschen eine gute Fahrt!

Das genannte Prozedere wiederholt sich natürlich jedes Jahr, während wir am Fahrplan für 2019 basteln muss der Fahrplan für 2020 auch schon vorbereitet werden. Und so weiter.

Wir danken an dieser Stelle allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung!

Fertig gedruckt: Der Vorabflyer 2019 (nur Ilztalbahn-Fahrplan)

Herbstversammlung des Fördervereins: Erfolgreicher Saison-Abschluss

„Wir werden den öffentlichen Personennahverkehr deutlich stärken“, so ist im Koalitionsvertrag der neuen Bayerischen Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern nachzulesen. Dabei soll der ländliche Raum besondere Beachtung finden. Die Freunde der Ilztalbahn, die sich jetzt zur Herbstversammlung getroffen haben, schöpfen Hoffnung. Denn es heißt im Koalitionsvertrag auch ausdrücklich: Eisenbahnstrecken sollen „dort reaktiviert werden, wo das sinnvoll und möglich ist“.

Reinhard Fildhuth als örtlicher Betriebsleiter und Christoph Fleissner berichteten von den vielfältigen Arbeiten der Infrastrukturgruppe der Ilztalbahn um Reinhard Schönberger, Matthias Plail, Heinz Nave, Martin Moosbauer und Stefan Hecker. Hier stehen diverse Arbeiten an der Strecke im Fokus. Neben der Daueraufgabe, die Vegetation aus dem Lichtraumprofil der Gleise zu halten, schlagen die ständigen Baumbrüche, die Pflege der Bahnübergänge, der Tunnels sowie der allein 317 Durchlässe im Bahndamm kräftig ins Zeitbudget. In den letzten Wochen wurden zudem acht Waggons mit Schotter eingearbeitet, ein sogenannter „Schotterbesen“ der DB konnte anschließend kostengünstig zur Feinarbeit verwendet werden. Auch konkrete Verbesserungen – wie zum Beispiel Schwellenaustausch-Arbeiten – werden aktuell geplant. Fildhuth und Fleissner gaben unumwunden zu, „dass der Nikolaus gerne weitere aktive Mitarbeiter in unseren Gabensack vor der Bahnhofstür stecken darf“.

Prof. Dr. Thomas Schempf gab einen umfassenden Bericht zur Ilztalbahnsaison 2018 ab. Das heuer erstmals gewählte neue Fahrplankonzept – Neben- und Hauptsaisonbetrieb – habe sich sehr gut bewährt und wird 2019 (die Saison beginnt am 1. Mai) so fortgeführt. Einige Fahrten am Vor- und am Nachmittag waren häufiger an der Kapazitätsgrenze, auch die Gruppenbuchungen hatten nach rückläufigen Jahren eine wieder spürbar steigende Tendenz. Besonders erfreulich: 2018 musste kein einziger Zug ausfallen, alles funktionierte eingespielt und planmäßig.

Schempf machte kein Hehl aus seiner Meinung, dass die Ilztalbahn GmbH mit diversen Aktivitäten alles daransetzen werde, eine saisonale oder ganzjährige Reaktivierung zu erreichen. Das Fortkommen hierzu sei die seitens des Freistaats geforderte Potentialanalyse, „leider geht hier im dritten Jahr wegen der Bremser-Positionierung des Landkreises Passau nichts vorwärts“.

Schempf weiter: „Wer aus verkehrlicher Sicht Großereignisse wie das 50-jährige Nationalparkjubiläum 2020 oder die Landesgartenschau Freyung 2022 in attraktive Besucherangebote einbinden will, muss jetzt mit den Planungen beginnen. Denn klar sollte sein: In beiden Fällen werden viele Besucher auch mit der Bahn anreisen wollen.“ Die Ilztalbahn biete alle Voraussetzungen für einen – auch saisonalen – Regelbetrieb jetzt schon.“

 

Quelle (in Auszügen): https://plus.pnp.de/lokales/freyung/3151038_Ilztalbahn-Foerderer-draengen-auf-Regelbetrieb.html

Ilztalbahn-Kalender 2019

Der Ilztalbahn-Kalender des Fördervereins für 2019 mit 12 schönen Motiven von unserer Bahnstrecke ist ab sofort zum Preis von 10 Euro erhältlich. Mit dem Kauf unterstützen Sie die Erhaltung der Ilztalbahn und des Bahnhofs Waldkirchen.

Wenn Sie einen Kalender bestellen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrer vollständigen Anschrift an den Förderverein Ilztalbahn und überweisen Sie den Betrag von 10 € pro Kalender plus einmalig 1,45 € Versandkosten auf das Konto des Fördervereins (IBAN: DE22 7405 1230 0060 1133 47; BIC: BYLADEM1FRG; Sparkasse Freyung-Grafenau). Nach Geldeingang senden wir Ihnen den Kalender schnellstmöglich zu.

Der Kalender ist auch bei Bücher Pustet in Passau und Bücher Lang in Freyung erhältlich.

13./14. Oktober: Letztes Ilztalbahn-Wochenende mit Regioshuttle und Schienenbussonderfahrt

Das Finale einer rundum gelungenen Saison: Am 13. und 14. Oktober fährt die Ilztalbahn letztmalig im Jahr 2018. Der ursprünglich bekanntgegebene Einsatz des historischen Schienenbusses muss leider entfallen, es verkehren die moderen Triebwagen der Waldbahn zu den gewohnten Fahrzeiten im Ilztal.

Am Sonntag den 14. Oktober findet allerdings eine zusätzliche Sonderfahrt mit dem roten Schienenbus statt. Diese für eine Reisegruppe durchgeführte Sonderfahrt steht allen Fahrgästen und Nostalgiefreunden zu den gewohnten Ilztalbahn-Fahrpreisen zur Verfügung.

Abfahrt ist um 9:40 Uhr ab Passau Hbf mit Halt an allen Bahnhöfen. Kalteneck wird gegen 10:11 Uhr erreicht, Waldkirchen 10:38 Uhr und die Ankunft in Freyung um 11:01 Uhr. Das Abfahrtsgleis in Passau Hbf entnehmen Sie bitte der Anzeigetafel.

In Gegenrichtung verkehrt der Zug um 16:48 Uhr ab Freyung, Waldkirchen 17:10 Uhr, Kalteneck 17:41 Uhr, Passau an 18:09 Uhr.

Zusätzliche Sonderfahrt am 14. Oktober: Mit dem roten Schienenbus durchs Ilztal

Die Anschlussbusse zum Nationalparkzentrum und weiter zum Lusen verkehren wie gewohnt. Das Bayerwaldticket und alle anderen Fahrkarten erhalten Sie im Zug.

 

Korrigendum zum Deutschlandtakt: Ilztalbahn ergänzt

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat die Planungen zum Deutschlandtakt veröffentlicht. Ein lange erwartetes Konzept, das den zukünftigen Fahrplan und Infrastrukturausbau aufeinander abstimmen soll. Ein großer Wurf, doch wie so oft schleichen sich bei umfangreichen Berichten Fehler ein: Die Ilztalbahn wurde vergessen! Wir holen das hiermit nach.

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Auch am 3. Oktober fährt der rote Schienenbus

Eilmeldung: Auch am 3. Oktober müssen wir außerplanmäßig den historischen Schienenbus der Passauer Eisenbahnfreunde einsetzen, da uns kein Regioshuttle der Waldbahn zur Verfügung steht.

Wir fahren planmäßig nach Fahrplan der Nebensaison. Die Anschlussbusse der Linie 605 zum Nationalpark verkehren ebenfalls wie gewohnt. -> zum Fahrplan

Leider ist die Fahrradmitnahme im Schienenbus nicht möglich, genauso wird es eng für Kinderwagen und Rollstühle. Meist lässt sich jedoch eine Lösung zur Mitnahme finden.

Nochmals ein großes Dankeschön an die PEFler für den Einsatz und die spontane Hilfe!

PS: Geheimtipp: Die letzte Fahrt Freyung – Passau findet fast komplett in der Dunkelheit statt, ist aber an Gemütlichkeit im schwach beleuchteten Schienenbus kaum zu überbieten. Abfahrt Freyung 19:02 Uhr, Ankunft Passau Hbf 20:20 Uhr, es lohnt sich!

Am 29./30. September kommt der rote Schienenbus

Aufgrund des Sturmtiefs Fabienne stehen uns die Waldbahn-Regioshuttle am Wochenende nicht zur Verfügung. Stattdessen setzten wir am 29. und 30. September den historischen Schienenbus der Passauer Eisenbahnfreunde ein.

Der Triebwagen verkehrt nach regulärem Ilztalbahnfahrplan. Bitte beachten Sie, dass die Fahrradmitnahme im Schienenbus leider nicht möglich ist. Ebenfalls können wir keinen barrierearmen Einstieg anbieten, unser Zugpersonal hilft Ihnen aber gerne.

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