Freistaat wertet Ilztalbahn auf | Termin Saisonstart nach Brückenschaden noch unklar

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH, 17. Juni 2021

In einer Antwort auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Toni Schuberl stellt die Bayerische Staatsregierung erstmalig klar, dass sie die Ilztalbahn als Teil des öffentlichen Nahverkehrs – konkret als Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sieht. Prof. Thomas Schempf, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH ist erfreut über diese Aufwertung: „Unser ehrenamtliches Engagement trägt nun Früchte. Das Verkehrsministerium erkennt die Bedeutung der Strecke für die Mobilität in der Region an. Somit muss die Ilztalbahn auch in die Untersuchungen zum Verkehrsverbund Donau-Wald eingebunden werden.“

Die Einstufung als SPNV gibt der Ilztalbahn auch Planungssicherheit in der Corona-Pandemie. Die Erfassung von Kontaktdaten und eine mögliche Testpflicht sind nicht mehr erforderlich. In den Zügen gelten jedoch weiterhin die allgemeinen Hygieneregeln, die unter anderem das Tragen einer FFP2-Maske erfordern.

Doch die Weichen für einen schnellen Saisonstart können noch nicht gestellt werden. Ein auf einem LKW verladener Bagger hat am 2. Juni die Eisenbahnbrücke der Ilztalbahn über die Staatsstraße 2132 bei Schiefweg gerammt. Bis zur Begutachtung der Schäden durch einen Eisenbahnsachverständigen muss die Strecke gesperrt bleiben. „Wir hoffen, dass wir bald ein Ergebnis über den Zustand der Brücke bekommen und dass der eventuelle Schaden schnell behoben werden kann. Unsere Fahrgäste warten ungeduldig auf den Saisonstart. Täglich erreichen uns Anfragen aus ganz Deutschland, die landschaftlich einmalige Strecke ist inzwischen überregional bekannt.“

Schempf geht davon aus, dass die Ilztalbahn nach den entsprechenden Vorbereitungen im Juli endlich starten kann. „Spätestens zum zehnjährigen Jubiläum am 17. Juli wollen wir die Menschen wieder bequem und nachhaltig zu den Ausflugs- und Reisezielen im Bayerischen Wald bringen.“

Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme des Zugverkehrs wird nach Abschluss der Begutachtung der Eisenbahnbrücke öffentlich bekanntgegeben.

Zum europäischen Jahr der Schiene: Ilztalbahn fordert echte Mobilitätswende in Bayern

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Kostet die Blockade der Ilztalbahn-Reaktivierung Freyung das Verwaltungsgericht?

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Ilztalbahn investiert in Strecke: Schotterzug auf der Ilztalbahn

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | Waldkirchen, 15. April 2021 

Ilztalbahn investiert in Strecke: Schotterzug auf der Ilztalbahn

Auch wenn der Saisonstart coronabedingt noch warten muss, ist auf den Gleisen der Ilztalbahn in den letzten Tagen viel los. Eine fabrikneue Stopfmaschine der Firma System7 sorgt für die Durcharbeitung der Gleise, während der dazu benötigte frische Gleisschotter von einem Schotterzug angeliefert wird.

Reinhard Fildhuth, als örtlicher Betriebsleiter verantwortlich für die Ilztalbahn-Infrastruktur: „Die Gleise der Ilztalbahn wurden das letzte Mal in den frühen 1980er-Jahren grundlegend saniert. Trotzdem ist die fast 50 km lange Strecke noch gut in Schuss. Die lange Liegezeit des Oberbaus – so bezeichnet man bei der Eisenbahn den Verbund aus Gleisbett und Gleisen – ist für eine Nebenbahn nicht ungewöhnlich.“

Bei der Ilztalbahn besteht dieser Oberbau meist aus Stahlschwellen im Schotterbett. Unter und zwischen den Schwellen liegt eine bis zu 80 cm dicke Schotterschicht aus kantigen Basalt- oder Granitsteinen, die vor allem die Aufgabe übernimmt, das Gewicht des Zuges zu verteilen und an den Unterbau weiterzugeben. Der Schotteroberbau der Eisenbahn ist verhältnismäßig elastisch, bei jeder Achsüberfahrt sinkt das Gleis also wenige Millimeter ein. Dabei wirken enorme Kräfte, die mit der Zeit zu Gleislagefehlern führen.

„Seit der Reaktivierung im Jahr 2010 haben wir fast 350.000 km Laufleistung auf unserer Strecke bewältigt. An einigen Stellen haben sich Setzungen gebildet. Zur Wiederherstellung der korrekten Gleislage müssen die Schienen angehoben und der Schotter unter den Schwellen verdichtet werden. Diese früher mühsame Handarbeit übernehmen heute Stopfmaschinen,“ so Fildhuth.

Der Einsatz der Stopfmaschine geht auf eine Kooperation der Ilztalbahn GmbH mit der Firma System7 zurück. Schon 2018 war eine Maschine für Testfahrten und Einstellarbeiten für einige Wochen in Waldkirchen stationiert. „Von dieser Kooperation profitieren sowohl unsere Fahrgäste, die sich auf eine komfortablere Fahrt freuen können, als auch die Region, der wir weiterhin ehrenamtlich eine leistungsfähige Schienenanbindung bereitstellen können.“

Frischer Schotter für die Ilztalbahn: Aus den Schüttgutwagen wird der Schotter direkt an den benötigten Stellen neben dem Gleis abgeladen. Trotz kalter Temperaturen eine schweißtreibende Arbeit für die ehrenamtlichen Aktiven der Ilztalbahn.

Der Schotterzug auf der Ilzbrücke: Zwei Lokomotiven sind erforderlich, um den voll beladenen Zug bis in das Ilztal zu bringen.

Das Herz der Stopfmaschine besteht aus den Stopfpickeln (vorne) und dem Richtaggregat (Rollen an der Schiene)

 

 

 

 

Ilztalbahn verschiebt Saisonstart | Bayerischer Verkehrshaushalt wieder ohne Privatbahn-Förderung

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | Waldkirchen, 8. April 2021

Ilztalbahn verschiebt Saisonstart

Wegen der Corona-Beschränkungen muss der für den 1. Mai 2021 geplante Saisonstart auf der Ilztalbahn verschoben werden. Prof. Thomas Schempf, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH: „Mit Blick auf die Gesundheit unserer Fahrgäste und unseres Zugpersonals ist der Saisonstart unter den aktuellen Corona-Inzidenzen nicht zu verantworten. Zudem untersagt die aktuelle Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung weiterhin den Betrieb von Eisenbahnen im Freizeit- und Tourismusverkehr.“

Einen Ersatztermin für den Saisonstart kann die Ilztalbahn noch nicht benennen. „Sobald es die Corona-Lage zulässt und der Tourismus im Bayerischen Wald wieder angelaufen ist, werden wir den Fahrbetrieb wieder aufnehmen.“ Bis dahin verkehren auf der Strecke der Ilztalbahn nur Bauzüge. „Die Arbeiten an der Strecke laufen unter Beachtung der Hygienemaßnahmen weiter. An den Bahnübergängen ist daher jederzeit mit Zugverkehr zu rechnen, das Betreten der Gleise ist verboten.“

Bayerischer Verkehrshaushalt wieder ohne Privatbahn-Förderung

Kritik übt Schempf am kürzlich verabschiedeten Haushalt des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr: „Auch wenn gleichwertige Lebensverhältnisse und damit die Förderung des ländlichen Raums in der Verfassung festgeschrieben sind, verweigert das Verkehrsministerium die Finanzierung der regionalen Schieneninfrastruktur.“

In Bayern sind über 600 Kilometer Streckenlänge nicht im Besitz der Deutschen Bahn, sondern werden, wie z. B. die Ilztalbahn, privat oder kommunal betrieben. „Gerade diese Strecken erschließen ländliche Regionen, sichern so den Zulauf zu den Hauptstrecken im Personen- und Güterverkehr und lassen sich mit geringem finanziellem Aufwand erhalten. Es ist dringend erforderlich, dass auch das regionale Schienennetz eine ausreichende finanzielle Unterstützung erhält – wie es übrigens in anderen Bundesländern schon lange praktiziert wird,“ so Schempf.

Ebenso weigert sich der Freistaat, touristische Verkehre auf diesen Strecken zu unterstützen: „Bayern hat als einziges Flächenland auch 25 Jahre nach der Bahnreform noch immer kein Konzept zur Einbindung touristischer Verkehre in das Gesamtverkehrssystem. Zahlreiche Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen, welche wichtige Rolle touristische Verkehre für einzelne Regionen spielen können. Im Schwarzwald, im Sauerland, im Harz, im Thüringer Wald oder im Erzgebirge stellen die guten touristischen Mobilitätsangebote ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Wahl des Urlaubsortes oder des Ausflugsziels dar.“

Ilztalbahn fordert Neuausrichtung der Verkehrspolitik

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | Waldkirchen, 4. Januar 2021

Trotz des fortschreitenden Klimawandels und der dadurch immer dringlicheren Verkehrswende stockt die konsequente Neuausrichtung der Verkehrspolitik in der Region. Weiterlesen

Erfolgreicher Saisonabschluss im Ilztal

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | Waldkirchen, 11. Oktober 2020

Die Ilztalbahn hat die turbulente Saison 2020 erfolgreich abgeschlossen. Trotz der Corona-Pandemie konnten von 16. Juli bis 4. Oktober an 22 Fahrtagen fast 15.000 Fahrgäste in den Zügen begrüßt werden.

„Wir sind froh darüber, dass wir auch in der Corona-Saison einen attraktiven und zuverlässigen Freizeitverkehr anbieten konnten. Unser Dank gilt den Fahrgästen für die vorbildliche Einhaltung der Hygieneregeln und unserem Zugpersonal für die großartige Leistung“, so Prof. Thomas Schempf, Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH. „Trotz der fast komplett eingebrochenen Gruppenanmeldungen konnten wir viele Einzelreisende und Kleingruppen ans Ziel bringen. Besonders gefragt waren in diesem Jahr Fahrten in den Nationalpark und Wanderungen im Ilztal.“

Auch 2020 hat die Ilztalbahn bewiesen, dass sie eine zentrale Rolle bei der touristischen Anbindung des Bayerischen Waldes von Passau her spielt. Im Rahmen der Studie zum Verkehrsverbund Bayerwald rechnet die Ilztalbahn fest mit einer Einbindung: „Die Schienenanbindung von Röhrnbach, Waldkirchen und Freyung ist für die nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Tourismus von großer Bedeutung. Wir gehen also fest davon aus, dass das Potenzial der Ilztalbahn in der Verbundstudie endlich ermittelt und berücksichtigt wird“, so Schempf.

Die Vorbereitungen der Saison 2021 laufen bereits. Soweit es die Corona-Lage zulässt, verkehrt die Ilztalbahn von 1. Mai bis 17. Oktober nach dem bekannten Fahrplan. Während der Sommerferien wird das Angebot durch einen zweiten Zug verdichtet. Auch die Anschlussbusse von Freyung in den Nationalpark und von Waldkirchen nach Nové Údolí werden wieder fahren, wofür die Ilztalbahn GmbH eine frühzeitige Festlegung und sichtbare Vermarktung anstrebt. In den Sommerferien ist zudem die Verlängerung einzelner Züge von Passau Hbf nach Passau-Rosenau auf die Strecke der Granitbahn geplant.

Im Juli 2021 feiert die Ilztalbahn das zehnjährige Jubiläum der Reaktivierung auf der Gesamtstrecke Passau – Freyung. Seit zehn Jahren leistet die Ilztalbahn einen wichtigen Beitrag zur touristischen Infrastruktur des unteren Bayerischen Waldes. Der gesamte Zugbetrieb und viele Arbeiten zur Streckeninstandhaltung erfolgen durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weitere Zahlen, Informationen und Hintergründe zum Jubiläum sowie Pressematerialien sind auf der Sonderseite ilztalbahn.eu/10jahre zu finden und werden laufend aktualisiert.

An den letzten vier Saisonwochenenden war der historische Schienenbus auf der Ilztalbahn unterwegs. Im Bild hat der zweiteilige Triebwagen, Baujahr 1959, auf der Fahrt nach Waldkirchen gerade Karlsbach passiert.

 

 

 

Zehn Jahre neue Ilztalbahn: „Ein Gewinn für die ganze Region“

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | Waldkirchen, 9. September 2020

Am 12. September 2010 war es endlich soweit: Nach tausenden ehrenamtlichen Arbeitsstunden fuhr der erste Zug auf der reaktivierten Bahnstrecke zwischen Waldkirchen und Freyung. Seit mittlerweile 10 Jahren bietet die Ilztalbahn für Einheimische und Touristen im Sommerhalbjahr einen attraktiven Freizeitverkehr auf einer der schönsten Bahnstrecken Deutschlands an. Zur Feier des Jubiläums verkehrt von 12. September bis 4. Oktober 2020 nun samstags und sonntags der historische Schienenbus auf der Ilztalbahn. Im Gegensatz zu den sonst verkehrenden, modernen Triebwagen ist im Schienenbus allerdings keine Fahrradmitnahme möglich.

„Die Ilztalbahn ist eine unglaubliche bürgerschaftliche Leistung – zu 100% im Ehrenamt – und ein echter Gewinn für die ganze Region“, so Prof. Thomas Schempf, Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH. „In zehn Jahren haben wir Maßstäbe gesetzt, den modernen ÖPNV in den unteren Bayerischen Wald gebracht, den Tourismus gefördert und die lokale Wirtschaft durch die Schienenanbindung gestärkt. Unser Dank gilt allen Unterstützern des Projektes!“

Michael Liebl, Vorsitzender des Fördervereins Ilztalbahn e.V., lobt das Durchhaltevermögen der zahlreichen Helfer: „Was ehrenamtlich geleistet wurde und geleistet wird, ist unvergleichlich. Die durchweg positiven Rückmeldungen der Fahrgäste sind ein Beweis für die Sinnhaftigkeit unseres Projekts.“

Nach zehn Jahren blickt die Ilztalbahn auch in die Zukunft. Nachdem die Stadt Freyung den Zuschlag für die Landesgartenschau 2023 erhalten hat, muss die Ilztalbahn eine zentrale Rolle als Zubringer für die zahlreichen Besucher spielen. Gleichzeitig hoffen die Betreiber aber auch auf mehr Unterstützung aus der Region, sei es bei der Instandhaltung der Infrastruktur, beim Marketing oder einfach nur bei der besseren Ausschilderung der Bahnhöfe.

Langfristiges Ziel ist und bleibt jedoch die Reaktivierung der Bahnstrecke für den täglichen Verkehr. Dies ist eine Aufgabe der öffentlichen Hand, konkret der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, die im Freistaat für den Schienenpersonennahverkehr zuständig ist. Von diesem Ziel ist die Ilztalbahn immer noch ein ganzes Stück entfernt. „Hier erhoffen wir uns, dass die gesamte Region hinter diesem Ziel steht und dieses auch deutlich gegenüber München vertritt, wie es derzeit z. B. der Landkreis Regen für „seine“ Bahnstrecke Gotteszell – Viechtach erfolgreich vormacht. Nur wenn die Bevölkerung vor Ort und die regionale Politik hinter der Ilztalbahn stehen, können wir die wertvolle Infrastruktur langfristig erhalten und das Angebot ausbauen,“ so Schempf.

Nachdem Corona-bedingt derzeit kein Jubiläumsfest möglich ist, sind im Juli 2021 anlässlich des zehnten Jahrestags der Eröffnung der Gesamtstrecke ein großes Bahnhofsfest und weitere Jubiläumsaktivitäten geplant. Die Ilztalbahn ist bereit für die nächsten zehn Jahre!

Weitere Zahlen, Informationen und Hintergründe zum Jubiläum sowie Pressematerialien sind auf der Sonderseite ilztalbahn.eu/10jahre zu finden und werden laufend aktualisiert.

Ilztalbahn verlängert Saison bis 4. Oktober

Aufgrund der positiven Entwicklung der Fahrgastzahlen verlängert die Ilztalbahn die Saison 2020 bis einschließlich 4. Oktober. Die Züge verkehren nach dem gewohnten Fahrplan jeden Samstag und Sonntag. Ursprünglich war der Betrieb nur bis 13. September geplant.

Prof. Thomas Schempf, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH: „Die Saison 2020 stellt unter dem Einfluss der Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung dar. Trotzdem sind wir mit den Fahrgastzahlen insgesamt zufrieden, sodass wir die Saison verlängern können. Der Dank gilt unserem ehrenamtlichen Personal für die Sicherstellung des Hygienekonzeptes im Zug und den Fahrgästen für die gegenseitige Rücksichtnahme inklusive Einhaltung der Maskenpflicht.“

Noch bis 6. September kommt der moderne, klimatisierte Triebwagen vom Typ Regioshuttle zum Einsatz. Ab 12. September fährt an den letzten vier Saisonwochenenden der historische Schienenbus der Passauer Eisenbahnfreunde auf der Strecke. Im Schienenbus sind die Fahrradmitnahme sowie die Mitnahme von Rollstühlen und großen Kinderwagen nur eingeschränkt möglich.

Presseberichte von überfüllten Parkplätzen am Nationalparkzentrum zeigen die Bedeutung des Nahverkehrs für den nachhaltigen Tourismus. „Leider erschließt die Region nicht alle Potenziale im ÖPNV, weder Freyung noch Waldkirchen nehmen am GUTi teil. Die Ilztalbahn sollte zukünftig eine zentrale Rolle in der täglichen Anbindung des Nationalparks aus Richtung Passau übernehmen“, so Schempf. Bis Saisonende verbindet der Anschlussbus der Linie 605 den Bahnhof Freyung direkt mit dem Nationalparkzentrum und Finsterau. Auch grenzüberschreitende Fahrten nach Südböhmen sind mit dem Donau-Moldau-Ticket und der Anschlussbuslinie 606 von Waldkirchen nach Haidmühle Grenze / Nové Údolí möglich.

Die Ilztalbahn gratuliert dem Förderverein Lokalbahn Hauzenberg e.V. zur Wiederinbetriebnahme des ersten Streckenabschnitts der Granitbahn Passau – Hauzenberg. Die Durchbindung der Züge von der Ilztalbahn über Passau Hbf, Innstadt und Rosenau nach Grubweg wäre der erste Schritt hin zu einem S-Bahn-System für Passau und könnte die Straßen entlasten.

Ab 25. Juli: Mit der Ilztalbahn ins Wochenende | Fahrkarten auch im Onlineshop

Endlich kann die Ilztalbahn in die neue Saison starten. Die coronabedingten Einschränkungen haben den eigentlich für 1. Mai vorgesehenen Saisonstart verzögert. Für den Fahrbetrieb hat die Ilztalbahn GmbH ein Schutz- und Hygienekonzept erarbeitet, das unter anderem das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorsieht.

Prof. Thomas Schempf, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH: „Die Ilztalbahn fährt 2020 wie gewohnt, zuverlässig und bequem. Unsere Fahrgäste müssen nur eine Mund-Nasen-Bedeckung mitbringen.“ Mit Blick auf die jüngsten Berichte über den coronabedingten Besucherandrang im Nationalpark ergänzt er: „Die Ilztalbahn verbindet Passau mit Ausflugszielen im Bayerischen Wald, nachhaltig, ohne Stau, ohne Parkplatzsuche und das auf einer der schönsten Bahnstrecken Deutschlands.“

In Passau und Freyung starten die Züge zu den gewohnten Zeiten. Auch die Anschlussbusse der Linien 605 (Freyung – Nationalparkzentrum – Finsterau) und 606 (Waldkirchen – Haidmühle Grenze – Nové Údolí) mit Anschluss zur tschechischen Bahn verkehren planmäßig. Das Donau-Moldau-Ticket ermöglicht auch 2020 grenzüberschreitende Tages- und Zweitagesausflüge an den Moldaustausee, nach Krumau oder nach Budweis.

Alle Fahrkarten gibt es wie immer im Zug. Zusätzlich bietet die Ilztalbahn die beliebtesten Fahrkarten auch im Onlineshop unter www.ilztalbahn.eu an. Diese können vor jedem Wochenende bis Donnerstag im Internet vorbestellt, mit Kreditkarte oder Lastschrift bezahlt und am angegebenen Reisetag direkt im Zug abgeholt werden.

Um die Auslastung der Züge besser zu steuern und allen Fahrgästen eine entspannte Reise zu ermöglichen, informiert die Ilztalbahn im Internet über die erwartete Besetzung der Züge. „Besonders empfehlen wir den Frühzug um 7:33 Uhr ab Passau und für die Rückfahrt den Mittagszug, 12:30 ab Freyung oder den Spätzug, 19:00 Uhr ab Freyung. Dort sind immer freie Plätze für Einzelreisende, Paare und Familien in ausreichender Zahl zu finden. Auch die Fahrradmitnahme ist im Rahmen der Kapazitäten uneingeschränkt möglich, Gruppen ab drei Fahrrädern bitten wir jedoch um Voranmeldung. Unser ehrenamtliches Zugpersonal freut sich auf alle Fahrgäste!“

Die Saison 2020 ist zunächst nur bis 13. September angesetzt. Am letzten Wochenende ist der Einsatz eines historischen Fahrzeugs geplant. Anlass ist das zehnjährige Jubiläum der Betriebsaufnahme. „Ob wir die Saison bis 18. Oktober verlängern können, hängt von den Fahrgastzahlen und der Entwicklung der Corona-Pandemie ab,“ so Schempf.