Mit der Ilztalbahn zur Landesgartenschau anreisen

Auszug aus der PNP Waldkirchen vom 11. Mai 2022. Vollständiger Artikel: https://plus.pnp.de/lokales/freyung/4312460_Mit-der-Ilztalbahn-zur-Landesgartenschau-anreisen.html

„Tausende Besucher werden im kommenden Jahr nach Freyung zur Landesgartenschau kommen. Die Kreis-SPD wünscht sich, dass diese möglichst klimafreundlich anreisen. Eine gute Möglichkeit wäre, die Züge der Ilztalbahn zu nutzen. Aber: Die ehemalige bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer verweigere der Ilztalbahn die Bestellung zum Zubringerverkehr zur Landesgartenschau 2023 in Freyung. […]

Kreis-SPD-Vorstandsmitglied Andreas Tausch berichtete aus der Mitgliederversammlung des Fördervereins der Ilztalbahn. Besonderes Interesse erregte die – von Professor Dr. Schempf thematisierte – schriftliche Weisung der ehemaligen bayerischen Verkehrsministerin Kerstin Schreyer, der Ilztalbahn die Bestellung zum Zubringerverkehr zur Landesgartenschau 2023 in Freyung zu verweigern. Diese Verweigerung sei unverständlich, da es bereits eine Zusage des zuständigen Abteilungsleiters der Bayerischen Eisenbahngesellschaft gegeben habe, der Ilztalbahn zeitlich beschränkt einen Regelverkehr zu ermöglichen.

Aufgrund der Verweigerung der Bestellung für den Zubringerverkehr entfalle für die Ilztalbahn die finanzielle Unterstützung, einen dem Regelverkehr nahen Betrieb in der Zeit der Landesgartenschau mit zwei Zugpaaren anzubieten. So könne keine kostengünstige Anreise mit Bahn-Kombitickets (wie dem Bayernticket) ermöglicht werden. Es sei zum DB-Bahnticket bis Passau der Fahrpreis mit der Ilztalbahn nach Freyung voll zu bezahlen.

Auch wenn es ein Ilztalbahn-Kombiticket mit der Landesgartenschau geben werde, wiege dies die Nachteile nicht auf. Vor allem sei die Anzahl der Zugverbindungen erheblich beschränkt und werde nicht über das bekannte Angebot am Wochenende und feiertags mit einer Zuggarnitur hinausgehen. Verbindungen während der Woche würden so auf der Strecke bleiben.

Die anwesende Kreisvorstandschaft der SPD sieht darin die „wiederholte Ignoranz der Staatsregierung, unserem ländlichen Raum eine sinnvolle Förderung zu verweigern“. In den Augen der Anwesenden wirft die Staatsregierung einen „weiteren Prügel zwischen die Beine der Ilztalbahn, die alles andere als eine Freizeitbeschäftigung älterer Herren ist, um eine Reaktivierung der Bahnstrecke zu testen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Nicht jeder, der die Landesgartenschau besuchen möchte, hat ein Auto. Auch ist in Freyung mit Problemen bei der Parkplatzsituation, vor allem an den Wochenenden und den Feiertagen, zu rechnen. Laut SPD-Kreisvorstand ist es enttäuschend, dass die ökologischen Vorteile einer eng getakteten Bahnverbindung als Zubringer zu der Landesgartenschau bei der Staatsregierung konsequent ignoriert werden. Es werde ökologischen Lösungen kein Vorzug gegeben. Der Individualverkehr stehe im Mittelpunkt.

„Es wird weiter auf altbackenen Positionen beharrt“, ist in der Mitteilung nachzulesen. Der Kreisvorstand der SPD kritisiert, dass die Landesgartenschau ein „ökologisches Statement Bayerns“ sein könnte. Dabei werde aber die Anreise außer Acht gelassen. So bleibe nur eine „durch die Weigerungshaltung der Landesregierung forcierte Umweltverschmutzung durch eine maximal CO2-belastete Anreise“.“

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