Fahrzeugstörung: Ausfall aller Fahrten am 5. und 6. Juni

Die schwüle Sommerhitze lässt unseren Saisonstart ins überhitzte Kühlwasser fallen. An dieser Stelle informieren wir laufend über die aktuelle Entwicklung.

Der für den Einsatz im Ilztal über das Wochenende gemietete Triebwagen hat ein Problem mit der Kühlung. Selbst „im Flachland“ überhitzen die Motoren, die anspruchsvollen Steigungsstrecken der Ilztalbahn führen zu einem Ausfall des Fahrzeugs. Ab einer bestimmten Temperatur schalten die Motoren in den Leerlauf, was das Problem weiter verschärft.

Schon am Samstag mussten wir immer wieder Zwischenhalte zur Kühlung des Motors einlegen und mussten ein Fahrtenpaar komplett ausfallen lassen. Am Sonntag mussten wir nach erheblichen Verzögerungen den Verkehr am Nachmittag komplett einstellen, da die überhitzten Motoren auch ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Es war nicht einfach für uns, diese Entscheidung zu treffen: Am Pfingstmontag werden keine Züge auf der Ilztalbahn verkehren.

Unser ehrenamtliches Personal hat in den vergangenen Tagen alles gegeben, um den Betrieb zu ermöglichen und die Fahrgäste zu informieren. Unsere Lokführer haben mehrmals die Lüfter des Kühlsystems gereinigt, eine „Kühlungsfreundliche Fahrweise“ mit präventiven Abkühlungspausen und Fahren im hohen Drehzahlbereich war nicht erfolgreich. Auch wenn wir den Fehler im Kühlsystem nicht kennen und nicht zu verantworten haben, die Auswirkungen müssen wir tragen. Der Bahnhof Waldkirchen wurde zur Notfallzentrale, von wo aus die aktuellen Verspätungen, Anschlüsse und Ersatzverkehre organisiert wurden. Danke an alle Kolleginnen und Kollegen für den ehrenamtlichen Einsatz!

Auch ein geeignetes Ersatzfahrzeug ist nicht aufzutreiben. Die Bahngesellschaften brauchen ihre Züge, um den Fahrgastansturm aus dem 9-Euro-Ticket zu bewältigen. Es rächt sich, dass in das System Eisenbahn gerade in Bayern seit Jahrzehnten nur wenig investiert wurde. Dazu kommt noch, dass nicht jedes Fahrzeug einfach im Ilztal eingesetzt werden kann, alleine schon weil unsere Lokführerinnen und Lokführer eine entsprechende Einweisung bräuchten.

Was uns aber auch aufgefallen ist, ist die wichtige Rolle der Ilztalbahn für die touristische Erschließung im Freizeitverkehr. Die Gemeinden im Ilztal haben ohne uns am Wochenende fast keinen brauchbaren ÖPNV, die Fahrradmitnahme ist in den Bussen meist nicht möglich, geschweige denn die Mitnahme von Rollstühlen.

Wir bitten um Verständnis und bedanken uns bei allen Fahrgästen, die in den letzten Tagen geduldig unsere Verspätungen und Ausfälle ertragen haben!

Wir gehen davon aus, dass wir ab 11. Juni wieder planmäßig im Ilztal fahren werden. Wir arbeiten daran, ein Ersatzfahrzeug zu beschaffen. Bitte bleiben Sie uns treu!

Update: Inzwischen konnte ein Ersatzfahrzeug organisiert werden, die Ilztalbahn fährt wieder planmäßig!

 

Mit „modernster Technik“ versuchen wir, die Verspätungen auf der Ilztalbahn zu koordinieren. Mehr dazu bald hier im Ilztalbahn-Blog!

 

Trotz aller Bemühungen nicht fit zu kriegen: Unsere Lokführer bei Reparaturversuchen am kaputten Triebwagen.

 

 

1 Antwort
  1. gerhard
    gerhard sagte:

    Vielen Lieben Dank an den Shuttleservice von Passau nach Fürsteneck. Wir wanderten von Fürsteneck nach Passau Hbf. um dann mit der Ilztalbahn zurück zu fahren. Für genau solche Touren duch diese wildromantische Gegend bietet sich dieser Bahnservice an. Als nächstes planen wir eine mehrtägige Wandertour von Freyung nach Passau und zurück mit der Ilztalbahn. Mich würden auch Draisinefahrten an den zugfreien Tagen reizen.

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