Infoveranstaltungen am 28. und 29. Januar

Zunehmender Straßenverkehr, Belastungen für Mensch und Natur durch Ausbauvorhaben an der B12 beschäftigen viele Bürgerinnen und Bürger im Passauer Raum. Dabei steht mit der Ilztalbahn eine umweltfreundliche und insbesondere jetzt schon nutzbare Alternative zu weiteren Straßenausbauten zur Verfügung.

Am Dienstag den 28. Januar informiert die Ilztalbahn GmbH in Waldkirchen über die Potenziale der mittlerweile seit zehn Jahren reaktivierten Bahnstrecke Passau – Waldkirchen – Freyung. Themenschwerpunkt ist neben der Potenzialanalyse das zukünftige Betriebskonzept der Ilztalbahn GmbH für einen Regelverkehr und für die Anbindung der Gartenschau 2022 in Freyung. Als Referent wird Prof. Thomas Schempf, Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH über die Vision einer S-Bahn für die Region Passau berichten.
Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Hotel Gottinger, Hauzenberger Straße 10, Waldkirchen.

Am Mittwoch den 29. Januar soll neben den Themen der Ilztalbahn auch der Diskussionsstand im Dialogforum Passau und Maßnahmen zu einer zukunftsfesten Mobilität für Landkreis und Stadt Passau im Fokus stehen. Bernd Sluka vom ökologischen Verkehrsclub VCD referiert unter anderem über die Notwendigkeit einer Verkehrswende und die Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs.
Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Wagner-Saal, Markplatz 3, Hutthurm.

Die Veranstalter laden alle Bürgerinnen und Bürger sowie Politikerinnen und Politiker zu den Vorträgen und der anschließenden Diskussionsrunde ein.

Im Rahmen der Veranstaltung wird die Ilztalbahn GmbH auch die neue Broschüre „Zukunft Ilztalbahn“ vorstellen.


Streit um Verkehrsentlastung: Ilztalbahn fordert Beteiligung an Dialogforum zur Nordumfahrung

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um eine Passauer Nordumfahrung fordert die Ilztalbahn eine Beteiligung am Dialogforum. „In den Veröffentlichungen des Dialogforums werden die auf Passau zuführenden Bahnlinien nicht berücksichtigt und kein einziges Mal erwähnt. Dabei steht gerade mit der Ilztalbahn eine öffentliche Infrastruktur zur Verfügung, die die neuralgischsten Punkte im Passauer Straßennetz, die B12 am Ilzdurchbruch und die Ausfädelung der B85 entlasten könnte.“ So Prof. Thomas Schempf, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH.

In der Agenda des Dialogforums wird der öffentliche Nahverkehr von einer eigenen Projektgruppe bearbeitet und die Schwächen im bestehenden ÖPNV werden als eines der großen Problemfelder benannt. Wie im Dialogforum bestätigt, trägt der bestehende, stauanfällige Busverkehr nur marginal zur Verbesserung der Verkehrssituation bei.

Die Ilztalbahn mit ihrer staufreien, hochwassersicheren und straßenunabhängigen Linienführung bietet schon heute das Potenzial für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Dabei sollen die Züge zusätzlich zu den bestehenden ÖPNV-Hauptkorridoren verkehren und zusätzliche Fahrgäste vor allem zwischen Passau, Röhrnbach, Waldkirchen und Freyung gewinnen. Eine Beeinflussung der bestehenden Buslinien kann so vermieden werden. Schon ohne weitere Infrastrukturausbauten könnte ein attraktiver Stundentakt auf der Bahnstrecke eingerichtet werden. Langfristig muss der Nahverkehr landkreisübergreifend durch einen Verkehrsverbund organisiert werden.

Prof. Thomas Schempf: „Mit der Saison 2018, in der ohne einen einzigen Zugausfall fast 30.000 Fahrgäste befördert werden konnten, hat die Ilztalbahn ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Nun ist es Aufgabe der lokalen Politik, die Weichenstellung in Richtung Regelverkehr vorzunehmen. Dabei ist die Initiative der Stadt Freyung, in einem Grobkonzept den Rahmen für die Potenzialanalyse abzustecken, sehr zu begrüßen.“

Die Ilztalbahn GmbH fordert vom Dialogforum die unvoreingenommene und ergebnisoffene Prüfung einer ÖPNV-Offensive auf der Schiene und eine Beteiligung an der nächsten Sitzung im März 2019.