Presseberichte

Fahrplankonzept hat sich bewährt

Ilztalbahn zieht Fazit – MdL Gibis: Potentialanalyse gemeinsam machen – Unfälle trüben Bilanz

PNP (Freyung/Waldkirchen) – Montag, den 28. Oktober 2019

Traditionell konnte der Förderverein Ilztalbahn in seiner Herbstversammlung nach der beendeten Fahrsaison 2019 wieder mit über 100 Teilnehmern Rück-, aber auch Vorschau halten. Bei der Versammlung im Hotel Gottinger, Waldkirchen, konnte der 1. Vorsitzende, Michael Liebl, viele regionale Entscheidungsträger sowie Bahn-Vertreter begrüßen.
Liebl erinnerte an den Auftrag des Gesetzgebers, die Schienenstrecken zu erhalten. Dies sei im Bayerischen Landesentwicklungsprogramm klar und deutlich festgeschrieben. Gerade im Zeitalter des Klimawandels werde ein Anschluss an die Bahn immer wichtiger.

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ITB-GmbH Geschäftsführer Thomas Schempf stellte in seinem Rückblick auf die Ilztalbahn-Saison 2019 fest, dass sich das Fahrplankonzept 2018/19 bewährt hat. Auch Kapazitätsengpässe in der Hauptsaison und an schönen Tagen im Juli, September und Oktober wurden gut bewältigt. Nur die vier ausgefallenen Betriebstage durch die Lkw-Havarie sowie den Kaltenecker Bahnübergangsunfall seien schmerzhaft gewesen und hätten die gute Gesamtfahrgastzahl von etwa 30 000 Personen geschmälert.
In seinem Ausblick auf die Ilztalbahn-Saison 2020 verwies Schempf auf den Saisonstart am Freitag 1. Mai 2020, ein langes Ilztalbahn-Startwochenende also. Enden wird die Saison am 18. Oktober 2020. Das Fahrplankonzept wird beibehalten: vier Zugpaare in der Nebensaison (auch an Feiertagen), sechs Zugpaare während der bayerischen Sommerferien sowie am Jubiläums-Wochenende des Nationalparks (23. und 24. Mai).

In der anschließenden Diskussion erinnerte man daran, dass in Österreich inzwischen Akku-betriebene Fahrzeuge auf Schienen unterwegs seien und die Ilztalbahn für den Freistaat Bayern ein interessantes Pilotprojekt für wasserstoffangetriebene Fahrzeuge sein könnte.“
Eine Anliegerin in Karlsbach merkte an: „Wir sind nicht gegen die Bahn, aber uns fehlen zuverlässige Informationen. Wir würden es auch gut finden, wenn Karlsbach einen eigenen Haltepunkt bekäme!“ Eine Passauerin: „Denkt eigentlich jemand an die Betriebe, die für eine Werksansiedlung eine Schienenverbindung brauchen?“ Darauf Max Gibis: „In München wurde auch der neue Polizeiakademie-Standort in Freyung wegen der fehlenden Regelverkehrsanbindung kritisch gesehen.“

Bernd Sluka vom VCD Bayern monierte, dass es aktuell keinerlei Gleichbehandlung des ländlichen mit den städtischen Räumen gibt. „Ein Stundentakt in den Regionen ist wirklich nicht zu viel verlangt!“

Der Waldkirchner Stadtrat Erwin Pauli mahnte. „Die ‚Borkenkäfer-Holzverkehre‘ werden wir noch länger haben. Wenn wir die B12 nicht noch weiter verstopfen wollen, müssen wir der vorhandenen Schiene ihre Chancen geben“. Der örtliche Betriebsleiter Reinhard Fildhuth ergänzte: „Im Jahr 2017 haben wir der B12 ca. 800 Langholzfuhrwerke durch den Sturmholztransport auf der Schiene erspart.“

Zum Schluss erinnerte Thomas Schempf die Anwesenden: „Wir als Bahngemeinschaft haben bisher etwa eine Million Euro privat finanziert, um diese Bahnlinie zu erhalten – und haben in der gesamten Zeit null Euro Infrastrukturförderung aus Bayern bekommen. Ich wünsche mir endlich mehr flankierendes „Mitdenken“. Explizit bedanken möchte ich mich für die Unterstützungen durch die Stadt Passau bei der Hangrutschkatastrophe und dem Landkreis Freyung-Grafenau bei den Busverkehrsplänen!“ Schempf weiter: „Am 13. September 2020 fahren wir ehrenamtlich zehn Jahre – wir wollen einen positiven Beitrag zur Verkehrssituation leisten – aber der Infrastrukturerhalt sollte schon ein gemeinsames Anliegen sein.“

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Passauer Neuen Presse

„Reaktivierung der Ilztalbahn genießt bundesweit Priorität“

ITB-Geschäftsführer sieht Vorhaben durch Expertenmeinung bestätigt

PNP (Freyung/Waldkirchen) – Samstag, den 15. Juni 2019

„Ilztalbahn-Reaktivierung steht bundesweit an erster Priorität – doch in Bayern und der Region passiert (noch) nichts“, kommentiert ITB-Geschäftsführer Thomas Schempf eine Initiative der „Allianz pro Schiene“ (APS) und des „Verband deutscher Verkehrsunternehmen“ (VDV). Diese haben eine Liste von stillgelegten Bahnstrecken präsentiert, deren Reaktivierung „eine deutlich positive Wirkung“ entfalte. „Zu diesen Reaktivierungsstrecken gehört die Bahnlinie Passau-Waldkirchen-Freyung, und das ganz vorne“, wie Schempf via Pressemitteilung der ITB erklärt.

Die Verkehrsverbände würden demnach folgendermaßen argumentieren: Die Ilztalbahn erschließt eine bisher vom Schienenverkehr unterversorgte Region und bietet ein besseres Grundangebot im öffentlichen Verkehr; der Zeitaufwand für die Reaktivierung ist gering, sie kann zügig realisiert werden. Schempf: „Die Ilztalbahn-Reaktivierung wird als Priorität A, also dringlich, eingestuft.“
Insgesamt halten laut Schempf APS und VDV 186 Bahnstrecken in Deutschland (davon 15 in Bayern) mit einer Gesamtlänge von 3072 Kilometern für reaktivierungswürdig. Von den 186 Bahnstrecken wurden 79 als „dringlich zu reaktivieren“ eingestuft, von diesen könnten 64 zügig wieder in Betrieb genommen werden – darunter die Ilztalbahn.Die Reaktivierung sei also nach Expertenmeinung bei der Ilztalbahn möglich. „Und was passiert in Bayern und der Region – noch immer nichts,“ wird Prof. Dr. Thomas Schempf zitiert: „Seit fünf Jahren steht die Frage einer Potenzialanalyse für die Reaktivierung der Ilztalbahn im Raum – und die Region vermag es nicht, eine gemeinsame Position hierzu zu formulieren.“ Ein solches Verhalten verhindere die mögliche Verbesserung der verkehrlichen Gesamtsituation und stehe jetzt auch im offenkundigen Gegensatz zu dem, was Experten immer wieder festgestellt haben.Schempf fordert: „Wir müssen uns daher viel intensiver als bisher über die großen Linien der Verkehrspolitik unterhalten, der Schaffung eines vollintegrierten Verkehrs- und Tarifverbunds Donau-Wald mit einem so attraktiven Gesamtangebot, dass es für viel mehr Menschen als heute selbstverständlich wird, Zug, Bus und Ruf-Taxis – und natürlich auch das Fahrrad und die eigenen Füße – zur Fortbewegung zu nutzen. Doch auch hier geht seit Jahren nichts weiter.“
Bei einer derartigen großräumigen Verkehrsanalyse und -gestaltung komme die Region an der Bewertung des Verkehrs auf den wichtigen Achsen nicht vorbei, so Schempf, „spätestens dann müsste die Reaktivierung der Ilztalbahn vorurteilsfrei auf der Basis von Fakten, und nicht von Emotionen und vermeintlichen Tatsachen, betrachtet werden.“
Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Passauer Neuen Presse

Ilztalbahn: Auf der Suche nach Antworten

Fragebogen soll Entscheidung über Regelverkehr erleichtern

PNP (Bayern) – Freitag, den 25. Januar 2019

Passau/München. Soll die Ilztalbahn künftig Freyung und Passau im Regelverkehr verbinden? Eine Potenzialanalyse würde Klarheit in Sachen Rentabilität bringen, doch genau daran scheiden sich die Geister: Während der Landkreis Freyung-Grafenau grundsätzlich dafür ist, befürchtet der Landkreis Passau bei einem positiven Ergebnis der Analyse Nachteile im eigenen öffentlichen Personennahverkehr (PNP berichtete). Die gesetzlich festgelegte Regel „Bahn vor Bus“ ist hier der Knackpunkt. Deshalb hat das Passauer ÖPNV-Referat einen Fragebogen in Abstimmung mit den betroffenen Kommunen und dem Landkreis FRG für das Bayerische Verkehrsministerium ausgearbeitet, der eine fundierte Entscheidungsgrundlage bieten soll.

Die wichtigste Frage, nämlich wie verbindlich allein schon die Potenzialanalyse wäre, will Grünen-MdL Toni Schuberl bereits vorab beantworten können: Laut Auskunft des Verkehrsministeriums gebe es keinen „Automatismus, wonach die Reaktivierung der Ilztalbahn nicht mehr aufzuhalten wäre, sobald das 1000er Kriterium in einer Potenzialanalyse als erfüllt anerkannt würde“, schreibt er an die PNP. Wörtlich wurde ihm auf Nachfrage vom Ministerium bestätigt: „Rein formal betrachtet ist natürlich die Reaktivierung nicht die zwangsläufige Folge der Potenzialanalyse, d.h. der Landkreis könnte aufgrund der dann festgestellten Ergebnisse immer noch wegen der sich für seinen allgemeinen ÖPNV ergebenden Auswirkungen trotz Erfüllung des 1000er Kriteriums die Anpassung seines Nahverkehrskonzepts an die Schiene verweigern und damit die Reaktivierung verhindern.“ Für Schuberl ist die Sache damit klar: „Dem Landkreis Passau bleibt juristisch gesehen ein Veto-Recht gegenüber der Reaktivierung. Dies ist eine entscheidende Tatsache, die ich Landrat Meyer bereits mitgeteilt habe“, schreibt der MdL der PNP.

Allerdings gibt der Ministeriumssprecher in seiner Antwort an Schuberl auch zu bedenken, dass es in dieser Frage kein einfaches „Ja“ oder „Nein“ als Antwort geben könne. Eine Potenzialanalyse wird nur erstellt, wenn alle betroffenen Kommunen dafür sind. Allgemeine Zustimmung ist auch die Voraussetzung für den Regelverkehr. Im Landkreis Passau könnte dieser nur mit einem Bus-Zubringerverkehr zu den ungünstig gelegenen ITB-Haltestellen realisiert werden. Ein Eingriff in den bestehenden ÖPNV, den der Landkreis von vornherein ablehnt. „Unter diesem Aspekt wäre eine Potenzialanalyse eine Vergeudung von Ressourcen, weil sie keinen weitergehenden Zweck erfüllen kann“, heißt es weiter.

Bei einem Treffen mit dem bayerischen Verkehrsminister Hans Reichhart und dem Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH Prof. Dr. Thomas Schempf in München habe Schuberl den Minister gebeten, „in strittigen Fragen klärende Antworten an die Region zu senden“, teilt Schuberl in einer Presseaussendung mit. Sollte sich herausstellen, dass die Bahnlinie die Kriterien nicht erfülle, wüsste man wenigstens Bescheid. „Das wäre jedenfalls besser, als jahrelang in der Luft zu hängen“, so Schuberl in der Mitteilung.

Ein Schritt, den man am Landratsamt Passau mit dem Fragenkatalog ans Verkehrsministerium längst veranlasst hat, wie Landratsamtssprecher Werner Windpassinger feststellt. „Der Verkehrsausschuss hat sich im November 2015 mit guten Gründen und mit sehr breiter Mehrheit dafür ausgesprochen, die Potenzialanalyse unter der zwingenden Maßgabe zu bewerten, dass keine Verschlechterung für den ÖPNV incl. Schülerverkehr im Landkreis Passau eintreten darf. Auch alle betroffenen Gemeinden haben so entschieden“, betont Windpassinger. Auch seitens des Amtes habe man sich zuvor erkundigt: „Die der Entscheidung zugrundeliegenden Fakten basieren auf den Aussagen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft und der zuständigen Ministerien. Auf aktuelle Nachfrage wurde uns vom Verkehrsministerium nun bestätigt, dass der Landkreis im Beschlusstext ,mit guten Gründen die Einschränkungen gegenüber der Reaktivierung wahrheitsgemäß formuliert hat‘“, zitiert er.

Da diese Entscheidungsgrundlagen „von Befürwortern der Reaktivierung immer wieder in Frage gestellt“ würden, seien die Landkreise Passau und Freyung-Grafenau, die Stadt Passau und die betroffenen Gemeinden übereingekommen, „bezogen auf die Gesamtsituation in den Landkreisen und der Stadt, einen Fragenkatalog an das Ministerium zu richten“, sagt der Sprecher. „Damit soll im Detail aufgezeigt werden, welche Wirkung eine Potenzialanalyse konkret hat und welche Folgen der Reaktivierung im Regelbetrieb zu erwarten sind.“

Gemeinsam sei man auch übereingekommen, sich vor der Beantwortung der Fragen nicht an neuerlichen Interpretationen und Detail-Diskussionen zu beteiligen. „Dies ist ein gemeinsamer Beitrag zur Versachlichung. Leider wird dieses Bemühen in den Mitteilungen von MdL Anton Schuberl unterlaufen“, so der Landratsamtssprecher. „Die Unterstellung, die Mehrheitsentscheidungen in den Gremien des Landkreises und der betroffenen Gemeinden wären aufgrund von Halb- und Unwahrheiten zustande gekommen, verunglimpft pauschal die Vertreter der kommunalen Familie.“

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Passauer Neuen Presse

Jetzt auch übersichtlich am Smartphone

PNP (Freyung/Waldkirchen) – Nr. 192 | Dienstag, den 21. August 2018 | Seite 19

Die Homepage der Ilztalbahn hat ein neues Design und neue Funktionen

FRG. Wer kürzlich die Homepage der Ilztalbahn aufgerufen hat, dem ist es bestimmt schon aufgefallen: Die Website erstrahlt seit Kurzem im veränderten, übersichtlichen Design. Die erneuerte Internetpräsenz bietet zusätzliche Funktionen und ist nun auch für Smartphones sowie Tablets kompatibel.Ende des vergangenen Jahres habe man sich dazu entschlossen, den Onlineauftritt zu überarbeiten, so Friedrich Papke, der für das Marketing der Ilztalbahn verantwortlich ist, gegenüber der PNP. Die ursprüngliche Website bestand schon seit 2011, was man in der schnelllebigen Welt des Internets als durchaus alt bezeichnen kann. […]


Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Passauer Neuen Presse.

Termine

Winterpause!
Die Ilztalbahn fährt wieder ab 1. Mai 2020.

Sa 07.12.2019, 13:30 ab Passau
Nikolausfahrt der Passauer Eisenbahnfreunde zur Neuhausmühle.
Fahrkarten bei den Passauer Eisenbahnfreunden erhältlich, solange Vorrat reicht!

Pressemitteilungen

Nach Bahnübergangsunfall: Reparatur der beschädigten Weiche – Kein Zugverkehr am 14. und 15. September

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | 12. September 2019

Am Abend des 7. September rammte ein Auto den Zug der Ilztalbahn an einem Bahnübergang im Bahnhof Kalteneck, der daraufhin mit geringer Geschwindigkeit entgleiste. Glücklicherweise wurde die Autofahrerin nur leicht verletzt, es entstand aber ein hoher Sachschaden. Die Fahrgäste und das Zugpersonal blieben unverletzt und konnten mit dem Gegenzug ihre Fahrt nach Passau fortsetzen. Am 8. September konnte das Fahrzeug durch den Hilfszug der DB Netz Notfalltechnik wieder aufgegleist werden. Die Ilztalbahn GmbH dankt allen Helfern für die Unterstützung und wünscht der Autofahrerin gute Besserung.

Eine direkt am Bahnübergang liegende Weiche wurde durch den Unfall so stark beschädigt, dass umfangreiche Reparaturen erforderlich sind. Solange darf die Weiche aus Sicherheitsgründen nicht befahren werden, weshalb kein Zugverkehr auf der Ilztalbahn möglich ist. Prof. Thomas Schempf, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH: „Am Mittwoch konnte eine Fachfirma den Schaden begutachten und die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen festlegen. Jetzt warten wir auf spezielle Ersatzteile zur Reparatur der Weiche, weshalb sich die Arbeiten bis voraussichtlich Mitte nächster Woche hinziehen werden.“

Am Wochenende 14. und 15. September müssen daher alle Züge auf der Ilztalbahn ersatzlos entfallen. Reisende zwischen Passau, Röhrnbach, Waldkirchen und Freyung werden gebeten, auf die Buslinie 100 umzusteigen. Die Ilztalbahn GmbH bittet alle Reisenden um Verständnis!

Über die Wiederaufnahme des Zugverkehrs voraussichtlich am Wochenende 21. und 22. September informiert die Ilztalbahn GmbH schnellstmöglich auf der Homepage www.ilztalbahn.eu sowie über Facebook und Twitter. Für Rückfragen steht das Infotelefon unter 08581 98 97 136 zur Verfügung.

Seit 13 Jahren kämpft die Ilztalbahn GmbH für den Erhalt der Bahnstrecke Passau – Freyung. Seit 2011 verkehren im Sommerhalbjahr jedes Wochenende ehrenamtlich betriebene Ausflugszüge durch das landschaftlich herausragende Ilztal und bieten Busanschluss zum Nationalpark Bayerischer Wald und nach Tschechien. Ziel der Ilztalbahn GmbH ist die Wiederaufnahme

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Chance auf ergebnisoffene Potenzialanalyse seit fünf Jahren ungenutzt
Ilztalbahn GmbH: „Wir wollen niemanden über den Tisch ziehen“

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | 6. August 2019

Kurz vor der Sommerpause stand das Thema „Potenzialanalyse zur Ilztalbahn“ wieder auf der Tages­ordnung in verschiedenen Gemeinderäten im Passauer Land. Nachdem die Antwort der Bayerischen Staatsregierung auf den Fragenkatalog der Region vorliegt und vom Landkreis Freyung-Grafenau be­reits ein bekräftigender positiver Beschluss gefasst wurde, hat der Landkreis Passau für die weitere Entscheidung eine Abstimmung in den Gemeinden veranlasst.  Dabei wurden seitens der Verwaltung und der Bürgermeister Aussagen getätigt, die aus Sicht der Ilztalbahn GmbH richtigzustellen sind.

Die wichtigste grundlegende Klarstellung betrifft die Tatsache, dass es aktuell um die überfällige Zu­stimmung zu einer umfassenden, gemeinsam zu erstellenden Verkehrsstudie geht, die das Potenzial der Ilztalbahn sachkundig abschätzt. Seitens der Verwaltung und der Bürgermeister im Landkreis Passau scheint man alle Ergebnisse bereits zu kennen und nimmt klarstellende Aussagen aus dem Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr nicht zur Kenntnis.

So antwortete das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr auf die Frage des Landkreises Passau, inwieweit Fahrten in den VLP-Korridoren 5 und 6 (Passau – Ruderting – Tittling bzw. Passau – Salzweg – Hutthurm – Büchlberg) angepasst werden müssten,: „Untersuchungen hierzu werden von der BEG erst nach Vorliegen der positiven Gremienbeschlüsse der beiden Land­kreise und der kreisfreien Stadt Passau gestartet. Abschätzungen aufgrund der bisher vorliegenden Unterlagen sind nicht belastbar.“ Allerdings geht auch die Ilztalbahn GmbH davon aus, dass die bei­den VLP-Korridore als Rückgrat für den straßengebundenen ÖPNV erhalten bleiben werden.

Mehrfach betont das Ministerium das gewünschte Zusammenspiel aller beteiligten Aufgabenträger. Hierzu formuliert das Ministerium absolut klar und unmissverständlich: „Die Potenzialuntersuchung wird durch die BEG in enger Zusammenarbeit in Iterationsschritten mit den Gebietskörperschaften erfolgen, wenn die positiven Gremienbeschlüsse … vorliegen. … Grundsätzlich betreibt der Freistaat keine Reaktivierung von sich aus. Eine SPNV-Reaktivierung muss die Verkehrssituation insgesamt verbessern. Gegen den Widerstand der Region wird der Freistaat keine Reaktivierung durchfüh­ren.

Die im Landkreis Passau geschürten Ängste, dass eine Zustimmung zur Potenzialanalyse einen Auto­matismus und eine völlige Ohnmacht der Region nach sich zieht, sind aus Sicht der Ilztalbahn GmbH unbegründet. Das Ministerium betont mehrfach, dass eine Wiederaufnahme des Bahnverkehrs zwi­schen Passau, Waldkirchen und Freyung an ein gemeinsam verabredetes Konzept aller Aufgabenträ­ger für den Bahn- und Busverkehr gebunden ist. Ohne ein derartiges einvernehmliches Zug-Bus-Kon­zept kommt es nicht zur Reaktivierung der Ilztalbahn. Die Erstellung eines gemeinsamen Zug-Bus-Konzeptes ist eigentlich die Aufgabe der Region – mit offenem Ausgang. Bislang fehlt aber allein der Mut, diese Aufgabe gemeinsam zu beginnen.

Prof. Dr. Thomas Schempf, Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH: „Seit fünf Jahren steht die Frage einer Potenzialanalyse für die Reaktivierung der Ilztalbahn im Raum – und aus dem Landkreis Passau werden nur Bedenken aufgeworfen, anstatt den Weg für ein gemeinsames Konzept freizumachen. Während bundesweite Untersuchungen die Bedeutung von Reaktivierungen für eine ökonomisch und ökologisch vorteilhaftere Mobilität aufzeigen und die bayerische Staatsregierung bereits seit lan­gem betont, Reaktivierungen zu fördern, verhindern Lokalpolitiker im Passauer Land eine verkehrlich sinnvolle und notwendige Verkehrsuntersuchung zum Wohle der gesamten Region.“

Seit mittlerweile neun Jahren beweist die Ilztalbahn, dass das Mobilitätsangebot auf der Schiene gut angenommen wird – bisher jedoch nur im Sommerhalbjahr an den Wochenenden. Die Motivation für das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Ilztalbahn-Aktiven unterstreicht das Verkehrs­ministe­rium eindrücklich: Auf die Frage, ob im Falle einer Wiederaufnahme des Bahnbetriebs zwischen Passau, Waldkirchen und Freyung mit einer spürbaren Entlastung der B12 und der B85 zu rechnen sei, lautet die Antwort: „Diese Einschätzung der Stadt Passau wird vom Freistaat geteilt.“

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Ilztalbahn-Saison 2019 mit Direktverbindung zum Freilichtmuseum Finsterau und Online-Shop

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | 27. März 2019

Am 1. Mai startet die Ilztalbahn in die inzwischen neunte Saison. Nach der erfolgreichen letztjährigen Saison konnte der Fahrplan mit vier Zugpaaren in der Neben- und sechs Zugpaaren in der Hauptsaison (Sommerferien) ohne große Änderungen beibehalten werden. Die Ilztalbahn fährt jeden Samstag, Sonntag und an allen Feiertagen bis 13. Oktober.

Neu ist die Durchbindung der Anschlussbuslinie 606 über das Nationalparkzentrum zum Freilichtmuseum Finsterau. Von und zu jedem Zug besteht somit direkter Anschluss, Frühaufsteher erreichen das Freilichtmuseum schon um 9:40 Uhr, die letzte Rückfahrt nach Passau ist um 18:05 Uhr ab Finsterau. Für die Hin- und Rückfahrt sowie den Museumseintritt wird ein neues Kombiticket für nur € 25,- angeboten.

Grenzüberschreitend mobil mit dem Donau-Moldau-Ticket

Die Ilztalbahn mit ihrer staufreien, hochwassersicheren und straßenunabhängigen Linienführung bietet schon heute das Potenzial für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Dabei sollen die Züge zusätzlich zu den bestehenden ÖPNV-Hauptkorridoren verkehren und zusätzliche Fahrgäste vor allem zwischen Passau, Röhrnbach, Waldkirchen und Freyung gewinnen. Eine Beeinflussung der bestehenden Buslinien kann so vermieden werden. Schon ohne weitere Infrastrukturausbauten könnte ein attraktiver Stundentakt auf der Bahnstrecke eingerichtet werden. Langfristig muss der Nahverkehr landkreisübergreifend durch einen Verkehrsverbund organisiert werden.

Auch die grenzüberschreitende Verbindung nach Südböhmen wird wieder angeboten. Um 7:35 Uhr startet der Frühzug mit direktem Anschluss nach Budweis. Die fehlenden Schienenkilometer zwischen Waldkirchen und dem Grenzbahnhof Nové Údolí überbrückt die Anschlussbuslinie 605. Empfehlenswerte Ziele für Tagesausflüge sind unter anderem der Moldaustausee oder die Welterbestadt Krumau. Mit dem Donau-Moldau Ticket kostet die komplette Hin- und Rückfahrt für eine Einzelperson nur € 27,-, für die Familie € 44,-.

Fahrpreise bleiben stabil – Fahrkartengutscheine jetzt auch im Online-Shop

Die Fahrpreise konnten auch im mittlerweile sechsten Jahr stabil gehalten werden. Neu ist der Onlineshop auf der Homepage www.ilztalbahn.eu. Dort können Fahrkartengutscheine und Ilztalbahn-Souvenirs bequem online bestellt werden. Das komplette Fahrkartensortiment ist jedoch auch weiterhin mit persönlicher Beratung direkt im Zug erhältlich.

Für die Saisonvorbereitungen und den Fahrbetrieb sucht die Ilztalbahn immer neue Unterstützer und Helfer. Nur durch die zahlreichen Aktiven kann die Strecke weiterhin vollständig ehrenamtlich betrieben werden. Wer Interesse an der Mitarbeit im Zug oder an der Strecke hat, kann sich gerne unter mitmachen@ilztalbahn.eu melden.

Streit um Verkehrsentlastung: Ilztalbahn fordert Beteiligung an Dialogforum

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | 12. Dezember 2018

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um eine Passauer Nordumgehung fordert die Ilztalbahn eine Beteiligung am Dialogforum. „In den Veröffentlichungen des Dialogforums werden die auf Passau zuführenden Bahnlinien nicht berücksichtigt und kein einziges Mal erwähnt. Dabei steht gerade mit der Ilztalbahn eine öffentliche Infrastruktur zur Verfügung, die die neuralgischsten Punkte im Passauer Straßennetz, die B12 am Ilzdurchbruch und die Ausfädelung der B85 entlasten könnte.“ So Prof. Thomas Schempf, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH.

In der Agenda des Dialogforums wird der öffentliche Nahverkehr von einer eigenen Projektgruppe bearbeitet und die Schwächen im bestehenden ÖPNV werden als eines der großen Problemfelder benannt. Wie im Dialogforum bestätigt, trägt der bestehende, stauanfällige Busverkehr nur marginal zur Verbesserung der Verkehrssituation bei.

Die Ilztalbahn mit ihrer staufreien, hochwassersicheren und straßenunabhängigen Linienführung bietet schon heute das Potenzial für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Dabei sollen die Züge zusätzlich zu den bestehenden ÖPNV-Hauptkorridoren verkehren und zusätzliche Fahrgäste vor allem zwischen Passau, Röhrnbach, Waldkirchen und Freyung gewinnen. Eine Beeinflussung der bestehenden Buslinien kann so vermieden werden. Schon ohne weitere Infrastrukturausbauten könnte ein attraktiver Stundentakt auf der Bahnstrecke eingerichtet werden. Langfristig muss der Nahverkehr landkreisübergreifend durch einen Verkehrsverbund organisiert werden.

Prof. Thomas Schempf: „Mit der Saison 2018, in der ohne einen einzigen Zugausfall fast 30.000 Fahrgäste befördert werden konnten, hat die Ilztalbahn ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Nun ist es Aufgabe der lokalen Politik, die Weichenstellung in Richtung Regelverkehr vorzunehmen. Dabei ist die Initiative der Stadt Freyung, in einem Grobkonzept den Rahmen für die Potenzialanalyse abzustecken, sehr zu begrüßen.“

Die Ilztalbahn GmbH fordert vom Dialogforum die unvoreingenommene und ergebnisoffene Prüfung einer ÖPNV-Offensive auf der Schiene und eine Beteiligung an der nächsten Sitzung im März 2019.

Ilztalbahn am Passauer Hbf: Die staufreie Verbindung ohne Parkplatzsuche als nachhaltige Alternative zum überlasteten Straßennetz

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Ilztalbahn 2022: Mit dem Zug zur Gartenschau

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | 15. März 2018

Vernetzter Freizeitverkehr, Nationalparkjubiläum 2020, Landesgartenschau Freyung 2022, Verkehrsverbund Donau-Wald, Regelverkehr – so sieht der Strategiefahrplan der Ilztalbahn GmbH aus. Zug um Zug, Bus um Bus sollte der Stellenwert des öffentlichen Verkehrs im Bewusstsein der Region wachsen. […]

Pressemitteilung ITB-Strategie

Holzverkehre auf der Ilztalbahn

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | 10. Oktober 2017

Erstmals seit über 20 Jahren verkehrte wieder ein Holzzug auf der Strecke der Ilztalbahn. Die 1200 PS starke Lok der Baureihe V100 erreichte diesen Montagnachmittag mit zehn voll beladenen Wagen den Passauer Güterbahnhof. Das bei einem schweren Sturm im August angefallene Holz aus dem Bayerischen Wald wird am Bahnhof Waldkirchen gesammelt und dort auf Schiene verladen.
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Nach derzeitigen Prognosen könnten bis zu 100.000 Festmeter Langholz im Laufe der nächsten Monate auf der Schiene transportiert werden und so das Straßennetz entlasten. Die dafür benötigten LKWs würden aneinandergereiht eine Kolonne von Passau bis Freyung und zurück bilden. Der Güterverkehr auf der Schiene bietet dabei durch den im Vergleich zur Straße um 90 % geringeren Rollwiderstand zwischen Stahlrad und Stahlschiene und die elektrische Traktion im Hauptlauf einen deutlichen Umwelt- und Kostenvorteil zum LKW.

Mit Start des Güterverkehrs werden die Bemühungen des Fördervereins Ilztalbahn e.V. zur
Reaktivierung und zur dauerhaften Sicherung der 2002 bereits temporär stillgelegten Bahnstrecke belohnt. Erst im Frühjahr 2017 musste die Sanierung eines schweren Hangrutsches komplett mit privatem Kapital finanziert werden. Die Vorhaltung dieser wertvollen öffentlichen Infrastruktur erfolgt bisher ohne finanzielle Beteiligung des Freistaats Bayern alleine auf ehrenamtlicher Basis durch Bürger aus der Region.

Pressemitteilung Holzverkehre

Pressefotos

Die hier bereitgestellten Fotos können Sie gerne unter der Quellenangabe “Foto: Ilztalbahn GmbH, Waldkirchen” verwenden. Über ein Belegexemplar – gerne auch digital – freuen wir uns!

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Ilztalbahn am Haltepunkt Neuhausmühle


Ilzbrücke bei Fischhaus


Ilztalbahn zwischen Fischhaus und Tiefenbach