Presseberichte

„Reaktivierung der Ilztalbahn genießt bundesweit Priorität“

ITB-Geschäftsführer sieht Vorhaben durch Expertenmeinung bestätigt

PNP (Freyung/Waldkirchen) – Samstag, den 15. Juni 2019

„Ilztalbahn-Reaktivierung steht bundesweit an erster Priorität – doch in Bayern und der Region passiert (noch) nichts“, kommentiert ITB-Geschäftsführer Thomas Schempf eine Initiative der „Allianz pro Schiene“ (APS) und des „Verband deutscher Verkehrsunternehmen“ (VDV). Diese haben eine Liste von stillgelegten Bahnstrecken präsentiert, deren Reaktivierung „eine deutlich positive Wirkung“ entfalte. „Zu diesen Reaktivierungsstrecken gehört die Bahnlinie Passau-Waldkirchen-Freyung, und das ganz vorne“, wie Schempf via Pressemitteilung der ITB erklärt.

Die Verkehrsverbände würden demnach folgendermaßen argumentieren: Die Ilztalbahn erschließt eine bisher vom Schienenverkehr unterversorgte Region und bietet ein besseres Grundangebot im öffentlichen Verkehr; der Zeitaufwand für die Reaktivierung ist gering, sie kann zügig realisiert werden. Schempf: „Die Ilztalbahn-Reaktivierung wird als Priorität A, also dringlich, eingestuft.“
Insgesamt halten laut Schempf APS und VDV 186 Bahnstrecken in Deutschland (davon 15 in Bayern) mit einer Gesamtlänge von 3072 Kilometern für reaktivierungswürdig. Von den 186 Bahnstrecken wurden 79 als „dringlich zu reaktivieren“ eingestuft, von diesen könnten 64 zügig wieder in Betrieb genommen werden – darunter die Ilztalbahn.Die Reaktivierung sei also nach Expertenmeinung bei der Ilztalbahn möglich. „Und was passiert in Bayern und der Region – noch immer nichts,“ wird Prof. Dr. Thomas Schempf zitiert: „Seit fünf Jahren steht die Frage einer Potenzialanalyse für die Reaktivierung der Ilztalbahn im Raum – und die Region vermag es nicht, eine gemeinsame Position hierzu zu formulieren.“ Ein solches Verhalten verhindere die mögliche Verbesserung der verkehrlichen Gesamtsituation und stehe jetzt auch im offenkundigen Gegensatz zu dem, was Experten immer wieder festgestellt haben.Schempf fordert: „Wir müssen uns daher viel intensiver als bisher über die großen Linien der Verkehrspolitik unterhalten, der Schaffung eines vollintegrierten Verkehrs- und Tarifverbunds Donau-Wald mit einem so attraktiven Gesamtangebot, dass es für viel mehr Menschen als heute selbstverständlich wird, Zug, Bus und Ruf-Taxis – und natürlich auch das Fahrrad und die eigenen Füße – zur Fortbewegung zu nutzen. Doch auch hier geht seit Jahren nichts weiter.“
Bei einer derartigen großräumigen Verkehrsanalyse und -gestaltung komme die Region an der Bewertung des Verkehrs auf den wichtigen Achsen nicht vorbei, so Schempf, „spätestens dann müsste die Reaktivierung der Ilztalbahn vorurteilsfrei auf der Basis von Fakten, und nicht von Emotionen und vermeintlichen Tatsachen, betrachtet werden.“
Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Passauer Neuen Presse

Ilztalbahn: Auf der Suche nach Antworten

Fragebogen soll Entscheidung über Regelverkehr erleichtern

PNP (Bayern) – Freitag, den 25. Januar 2019

Passau/München. Soll die Ilztalbahn künftig Freyung und Passau im Regelverkehr verbinden? Eine Potenzialanalyse würde Klarheit in Sachen Rentabilität bringen, doch genau daran scheiden sich die Geister: Während der Landkreis Freyung-Grafenau grundsätzlich dafür ist, befürchtet der Landkreis Passau bei einem positiven Ergebnis der Analyse Nachteile im eigenen öffentlichen Personennahverkehr (PNP berichtete). Die gesetzlich festgelegte Regel „Bahn vor Bus“ ist hier der Knackpunkt. Deshalb hat das Passauer ÖPNV-Referat einen Fragebogen in Abstimmung mit den betroffenen Kommunen und dem Landkreis FRG für das Bayerische Verkehrsministerium ausgearbeitet, der eine fundierte Entscheidungsgrundlage bieten soll.

Die wichtigste Frage, nämlich wie verbindlich allein schon die Potenzialanalyse wäre, will Grünen-MdL Toni Schuberl bereits vorab beantworten können: Laut Auskunft des Verkehrsministeriums gebe es keinen „Automatismus, wonach die Reaktivierung der Ilztalbahn nicht mehr aufzuhalten wäre, sobald das 1000er Kriterium in einer Potenzialanalyse als erfüllt anerkannt würde“, schreibt er an die PNP. Wörtlich wurde ihm auf Nachfrage vom Ministerium bestätigt: „Rein formal betrachtet ist natürlich die Reaktivierung nicht die zwangsläufige Folge der Potenzialanalyse, d.h. der Landkreis könnte aufgrund der dann festgestellten Ergebnisse immer noch wegen der sich für seinen allgemeinen ÖPNV ergebenden Auswirkungen trotz Erfüllung des 1000er Kriteriums die Anpassung seines Nahverkehrskonzepts an die Schiene verweigern und damit die Reaktivierung verhindern.“ Für Schuberl ist die Sache damit klar: „Dem Landkreis Passau bleibt juristisch gesehen ein Veto-Recht gegenüber der Reaktivierung. Dies ist eine entscheidende Tatsache, die ich Landrat Meyer bereits mitgeteilt habe“, schreibt der MdL der PNP.

Allerdings gibt der Ministeriumssprecher in seiner Antwort an Schuberl auch zu bedenken, dass es in dieser Frage kein einfaches „Ja“ oder „Nein“ als Antwort geben könne. Eine Potenzialanalyse wird nur erstellt, wenn alle betroffenen Kommunen dafür sind. Allgemeine Zustimmung ist auch die Voraussetzung für den Regelverkehr. Im Landkreis Passau könnte dieser nur mit einem Bus-Zubringerverkehr zu den ungünstig gelegenen ITB-Haltestellen realisiert werden. Ein Eingriff in den bestehenden ÖPNV, den der Landkreis von vornherein ablehnt. „Unter diesem Aspekt wäre eine Potenzialanalyse eine Vergeudung von Ressourcen, weil sie keinen weitergehenden Zweck erfüllen kann“, heißt es weiter.

Bei einem Treffen mit dem bayerischen Verkehrsminister Hans Reichhart und dem Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH Prof. Dr. Thomas Schempf in München habe Schuberl den Minister gebeten, „in strittigen Fragen klärende Antworten an die Region zu senden“, teilt Schuberl in einer Presseaussendung mit. Sollte sich herausstellen, dass die Bahnlinie die Kriterien nicht erfülle, wüsste man wenigstens Bescheid. „Das wäre jedenfalls besser, als jahrelang in der Luft zu hängen“, so Schuberl in der Mitteilung.

Ein Schritt, den man am Landratsamt Passau mit dem Fragenkatalog ans Verkehrsministerium längst veranlasst hat, wie Landratsamtssprecher Werner Windpassinger feststellt. „Der Verkehrsausschuss hat sich im November 2015 mit guten Gründen und mit sehr breiter Mehrheit dafür ausgesprochen, die Potenzialanalyse unter der zwingenden Maßgabe zu bewerten, dass keine Verschlechterung für den ÖPNV incl. Schülerverkehr im Landkreis Passau eintreten darf. Auch alle betroffenen Gemeinden haben so entschieden“, betont Windpassinger. Auch seitens des Amtes habe man sich zuvor erkundigt: „Die der Entscheidung zugrundeliegenden Fakten basieren auf den Aussagen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft und der zuständigen Ministerien. Auf aktuelle Nachfrage wurde uns vom Verkehrsministerium nun bestätigt, dass der Landkreis im Beschlusstext ,mit guten Gründen die Einschränkungen gegenüber der Reaktivierung wahrheitsgemäß formuliert hat‘“, zitiert er.

Da diese Entscheidungsgrundlagen „von Befürwortern der Reaktivierung immer wieder in Frage gestellt“ würden, seien die Landkreise Passau und Freyung-Grafenau, die Stadt Passau und die betroffenen Gemeinden übereingekommen, „bezogen auf die Gesamtsituation in den Landkreisen und der Stadt, einen Fragenkatalog an das Ministerium zu richten“, sagt der Sprecher. „Damit soll im Detail aufgezeigt werden, welche Wirkung eine Potenzialanalyse konkret hat und welche Folgen der Reaktivierung im Regelbetrieb zu erwarten sind.“

Gemeinsam sei man auch übereingekommen, sich vor der Beantwortung der Fragen nicht an neuerlichen Interpretationen und Detail-Diskussionen zu beteiligen. „Dies ist ein gemeinsamer Beitrag zur Versachlichung. Leider wird dieses Bemühen in den Mitteilungen von MdL Anton Schuberl unterlaufen“, so der Landratsamtssprecher. „Die Unterstellung, die Mehrheitsentscheidungen in den Gremien des Landkreises und der betroffenen Gemeinden wären aufgrund von Halb- und Unwahrheiten zustande gekommen, verunglimpft pauschal die Vertreter der kommunalen Familie.“

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Passauer Neuen Presse

Ilztalbahn-Förderer drängen auf Regelbetrieb: Herbstversammlung des Fördervereins nach erfolgreicher Fahrsaison 2018 mit kritischen Tönen

PNP (Landkreis Passau) – Donnerstag, den 29. November 2018

„Wir werden den öffentlichen Personennahverkehr deutlich stärken“, so ist im Koalitionsvertrag der neuen Bayerischen Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern nachzulesen. Dabei soll der ländliche Raum besondere Beachtung finden. Die Freunde der Ilztalbahn, die sich jetzt zur Herbstversammlung getroffen haben, schöpfen Hoffnung. Denn es heißt im Koalitionsvertrag auch ausdrücklich: Eisenbahnstrecken sollen „dort reaktiviert werden, wo das sinnvoll und möglich ist“.Im zwölften Jahr des Bestehens der Bahnlinie Passau-Waldkirchen-Freyung und nach inzwischen 13 Jahren des Ringens um die sinnvolle Reaktivierung konnten Aktive des Ilztalbahn-Fördervereins auf ihre achte Fahrsaison nach Wiedereröffnung zurückblicken – hielten aber auch mit deutlicher Kritik an der „erkennbaren politischen Halbherzigkeit bei einer Stärkung des Schienenverkehrs“ nicht hinterm Berg.

Vorsitzender Michael Liebl konnte von Fortschritten bei den Bemühungen um die Sanierung des Bahnhofs Waldkirchen berichten, der sich im Eigentum des Fördervereins befindet. Der westliche Teil des Hauptgebäudes könnte im Rahmen eines EU-Projekts „Vom Goldenen zum Eisernen Steig“ für eine Dokumentation zur Geschichte und Bedeutung des Bahnverkehrs zwischen Passau und Wallern genutzt werden. Außerdem wäre Platz für ein umfassendes Informations- und Serviceangebot vor allem für Fahrgäste im grenzüberschreitenden Reiseverkehr. […]

Michael Liebl und mehrere Diskussionsteilnehmer äußerten Kritik an der „stiefmütterlichen Behandlung von bestehender Bahninfrastruktur“. Nach dem Willen des Bayerischen Landtags ist der Freistaat zur Erhaltung des Eisenbahnnetzes verpflichtet. Im Falle der Ilztalbahn habe sich der Freistaat bisher dieser Aufgabe entzogen. „Auf Dauer können wir als ehrenamtlich arbeitender Verein aber nicht 50 Kilometer Bahnlinie für die Allgemeinheit erhalten“, so Liebl.

MdL Toni Schuberl bestätigte: „Eigentlich sollten wir längst weiter sein, über den Lückenschluss nach Nove Udoli als kürzeste durchgehende Eisenbahnverbindung München-Passau-Krumau-Budweis sprechen, statt immer noch über die vom Landkreis Passau ausgebremste Potentialanalyse.“ Und zu den Verkehrsproblemen der Stadt Passau: „Ein Regelbetrieb mit den vorhandenen Bahnlinien ist für die Stadt Passau essenziell. Der Verkehrsinfarkt in Passau lässt sich nur mindern, wenn die Autos verringert und der ÖPNV verstärkt werden.“

Alt-MdL Bernhard Roos aus Passau machte deutlich: „Es ist eine realitätsfremde Politik des Landkreises Passau, keinen einzigen kleinen Nachteil für sein Gebiet zu akzeptieren. So funktioniert gemeinschaftliches Leben nirgendwo, auch nicht bei uns.“ […]

Reinhard Fildhuth als örtlicher Betriebsleiter und Christoph Fleissner berichteten von den vielfältigen Arbeiten der Infrastrukturgruppe der Ilztalbahn um Reinhard Schönberger, Matthias Plail, Heinz Nave, Martin Moosbauer und Stefan Hecker. Hier stehen diverse Arbeiten an der Strecke im Fokus. Neben der Daueraufgabe, die Vegetation aus dem Lichtraumprofil der Gleise zu halten, schlagen die ständigen Baumbrüche, die Pflege der Bahnübergänge, der Tunnels sowie der allein 317 Durchlässe im Bahndamm kräftig ins Zeitbudget.

In den letzten Wochen wurden zudem acht Waggons mit Schotter eingearbeitet, ein sogenannter „Schotterbesen“ der DB konnte anschließend kostengünstig zur Feinarbeit verwendet werden. Auch konkrete Verbesserungen – wie zum Beispiel Schwellenaustausch-Arbeiten – werden aktuell geplant. Fildhuth und Fleissner gaben unumwunden zu, „dass der Nikolaus gerne weitere aktive Mitarbeiter in unseren Gabensack vor der Bahnhofstür stecken darf“.Prof. Dr. Thomas Schempf gab einen umfassenden Bericht zur Ilztalbahnsaison 2018 ab. Das heuer erstmals gewählte neue Fahrplankonzept – Neben- und Hauptsaisonbetrieb – habe sich sehr gut bewährt und wird 2019 (die Saison beginnt am 1. Mai) so fortgeführt. Einige Fahrten am Vor- und am Nachmittag waren häufiger an der Kapazitätsgrenze, auch die Gruppenbuchungen hatten nach rückläufigen Jahren eine wieder spürbar steigende Tendenz. Besonders erfreulich: 2018 musste kein einziger Zug ausfallen, alles funktionierte eingespielt und planmäßig. Wermutstropfen für die Kalkulation waren die massiv gestiegenen Treibstoffpreise, so muss für 2019 über eine Fahrpreisanpassung nachgedacht werden.

Schempf machte kein Hehl aus seiner Meinung, dass die Ilztalbahn GmbH mit diversen Aktivitäten alles daransetzen werde, eine saisonale oder ganzjährige Reaktivierung zu erreichen. Das Fortkommen hierzu sei die seitens des Freistaats geforderte Potentialanalyse, „leider geht hier im dritten Jahr wegen der Bremser-Positionierung des Landkreises Passau nichts vorwärts“.

Schempf weiter: „Wer aus verkehrlicher Sicht Großereignisse wie das 50-jährige Nationalparkjubiläum 2020 oder die Landesgartenschau Freyung 2022 in attraktive Besucherangebote einbinden will, muss jetzt mit den Planungen beginnen. Denn klar sollte sein: In beiden Fällen werden viele Besucher auch mit der Bahn anreisen wollen.“ Die Ilztalbahn biete alle Voraussetzungen für einen – auch saisonalen – Regelbetrieb jetzt schon.“

[…]

Jetzt auch übersichtlich am Smartphone

PNP (Freyung/Waldkirchen) – Nr. 192 | Dienstag, den 21. August 2018 | Seite 19

Die Homepage der Ilztalbahn hat ein neues Design und neue Funktionen

FRG. Wer kürzlich die Homepage der Ilztalbahn aufgerufen hat, dem ist es bestimmt schon aufgefallen: Die Website erstrahlt seit Kurzem im veränderten, übersichtlichen Design. Die erneuerte Internetpräsenz bietet zusätzliche Funktionen und ist nun auch für Smartphones sowie Tablets kompatibel.Ende des vergangenen Jahres habe man sich dazu entschlossen, den Onlineauftritt zu überarbeiten, so Friedrich Papke, der für das Marketing der Ilztalbahn verantwortlich ist, gegenüber der PNP. Die ursprüngliche Website bestand schon seit 2011, was man in der schnelllebigen Welt des Internets als durchaus alt bezeichnen kann. […]


Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Passauer Neuen Presse.

Pressemitteilungen

Ilztalbahn-Saison 2019 mit Direktverbindung zum Freilichtmuseum Finsterau und Online-Shop

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | 27. März 2019

Am 1. Mai startet die Ilztalbahn in die inzwischen neunte Saison. Nach der erfolgreichen letztjährigen Saison konnte der Fahrplan mit vier Zugpaaren in der Neben- und sechs Zugpaaren in der Hauptsaison (Sommerferien) ohne große Änderungen beibehalten werden. Die Ilztalbahn fährt jeden Samstag, Sonntag und an allen Feiertagen bis 13. Oktober.

Neu ist die Durchbindung der Anschlussbuslinie 606 über das Nationalparkzentrum zum Freilichtmuseum Finsterau. Von und zu jedem Zug besteht somit direkter Anschluss, Frühaufsteher erreichen das Freilichtmuseum schon um 9:40 Uhr, die letzte Rückfahrt nach Passau ist um 18:05 Uhr ab Finsterau. Für die Hin- und Rückfahrt sowie den Museumseintritt wird ein neues Kombiticket für nur € 25,- angeboten.

Grenzüberschreitend mobil mit dem Donau-Moldau-Ticket

Die Ilztalbahn mit ihrer staufreien, hochwassersicheren und straßenunabhängigen Linienführung bietet schon heute das Potenzial für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Dabei sollen die Züge zusätzlich zu den bestehenden ÖPNV-Hauptkorridoren verkehren und zusätzliche Fahrgäste vor allem zwischen Passau, Röhrnbach, Waldkirchen und Freyung gewinnen. Eine Beeinflussung der bestehenden Buslinien kann so vermieden werden. Schon ohne weitere Infrastrukturausbauten könnte ein attraktiver Stundentakt auf der Bahnstrecke eingerichtet werden. Langfristig muss der Nahverkehr landkreisübergreifend durch einen Verkehrsverbund organisiert werden.

Auch die grenzüberschreitende Verbindung nach Südböhmen wird wieder angeboten. Um 7:35 Uhr startet der Frühzug mit direktem Anschluss nach Budweis. Die fehlenden Schienenkilometer zwischen Waldkirchen und dem Grenzbahnhof Nové Údolí überbrückt die Anschlussbuslinie 605. Empfehlenswerte Ziele für Tagesausflüge sind unter anderem der Moldaustausee oder die Welterbestadt Krumau. Mit dem Donau-Moldau Ticket kostet die komplette Hin- und Rückfahrt für eine Einzelperson nur € 27,-, für die Familie € 44,-.

Fahrpreise bleiben stabil – Fahrkartengutscheine jetzt auch im Online-Shop

Die Fahrpreise konnten auch im mittlerweile sechsten Jahr stabil gehalten werden. Neu ist der Onlineshop auf der Homepage www.ilztalbahn.eu. Dort können Fahrkartengutscheine und Ilztalbahn-Souvenirs bequem online bestellt werden. Das komplette Fahrkartensortiment ist jedoch auch weiterhin mit persönlicher Beratung direkt im Zug erhältlich.

Für die Saisonvorbereitungen und den Fahrbetrieb sucht die Ilztalbahn immer neue Unterstützer und Helfer. Nur durch die zahlreichen Aktiven kann die Strecke weiterhin vollständig ehrenamtlich betrieben werden. Wer Interesse an der Mitarbeit im Zug oder an der Strecke hat, kann sich gerne unter mitmachen@ilztalbahn.eu melden.

Streit um Verkehrsentlastung: Ilztalbahn fordert Beteiligung an Dialogforum

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | 12. Dezember 2018

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um eine Passauer Nordumgehung fordert die Ilztalbahn eine Beteiligung am Dialogforum. „In den Veröffentlichungen des Dialogforums werden die auf Passau zuführenden Bahnlinien nicht berücksichtigt und kein einziges Mal erwähnt. Dabei steht gerade mit der Ilztalbahn eine öffentliche Infrastruktur zur Verfügung, die die neuralgischsten Punkte im Passauer Straßennetz, die B12 am Ilzdurchbruch und die Ausfädelung der B85 entlasten könnte.“ So Prof. Thomas Schempf, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH.

In der Agenda des Dialogforums wird der öffentliche Nahverkehr von einer eigenen Projektgruppe bearbeitet und die Schwächen im bestehenden ÖPNV werden als eines der großen Problemfelder benannt. Wie im Dialogforum bestätigt, trägt der bestehende, stauanfällige Busverkehr nur marginal zur Verbesserung der Verkehrssituation bei.

Die Ilztalbahn mit ihrer staufreien, hochwassersicheren und straßenunabhängigen Linienführung bietet schon heute das Potenzial für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Dabei sollen die Züge zusätzlich zu den bestehenden ÖPNV-Hauptkorridoren verkehren und zusätzliche Fahrgäste vor allem zwischen Passau, Röhrnbach, Waldkirchen und Freyung gewinnen. Eine Beeinflussung der bestehenden Buslinien kann so vermieden werden. Schon ohne weitere Infrastrukturausbauten könnte ein attraktiver Stundentakt auf der Bahnstrecke eingerichtet werden. Langfristig muss der Nahverkehr landkreisübergreifend durch einen Verkehrsverbund organisiert werden.

Prof. Thomas Schempf: „Mit der Saison 2018, in der ohne einen einzigen Zugausfall fast 30.000 Fahrgäste befördert werden konnten, hat die Ilztalbahn ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Nun ist es Aufgabe der lokalen Politik, die Weichenstellung in Richtung Regelverkehr vorzunehmen. Dabei ist die Initiative der Stadt Freyung, in einem Grobkonzept den Rahmen für die Potenzialanalyse abzustecken, sehr zu begrüßen.“

Die Ilztalbahn GmbH fordert vom Dialogforum die unvoreingenommene und ergebnisoffene Prüfung einer ÖPNV-Offensive auf der Schiene und eine Beteiligung an der nächsten Sitzung im März 2019.

Ilztalbahn am Passauer Hbf: Die staufreie Verbindung ohne Parkplatzsuche als nachhaltige Alternative zum überlasteten Straßennetz

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Ilztalbahn 2022: Mit dem Zug zur Gartenschau

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | 15. März 2018

Vernetzter Freizeitverkehr, Nationalparkjubiläum 2020, Landesgartenschau Freyung 2022, Verkehrsverbund Donau-Wald, Regelverkehr – so sieht der Strategiefahrplan der Ilztalbahn GmbH aus. Zug um Zug, Bus um Bus sollte der Stellenwert des öffentlichen Verkehrs im Bewusstsein der Region wachsen. […]

Pressemitteilung ITB-Strategie

Holzverkehre auf der Ilztalbahn

Pressemitteilung Ilztalbahn GmbH | 10. Oktober 2017

Erstmals seit über 20 Jahren verkehrte wieder ein Holzzug auf der Strecke der Ilztalbahn. Die 1200 PS starke Lok der Baureihe V100 erreichte diesen Montagnachmittag mit zehn voll beladenen Wagen den Passauer Güterbahnhof. Das bei einem schweren Sturm im August angefallene Holz aus dem Bayerischen Wald wird am Bahnhof Waldkirchen gesammelt und dort auf Schiene verladen.
[…]

Nach derzeitigen Prognosen könnten bis zu 100.000 Festmeter Langholz im Laufe der nächsten Monate auf der Schiene transportiert werden und so das Straßennetz entlasten. Die dafür benötigten LKWs würden aneinandergereiht eine Kolonne von Passau bis Freyung und zurück bilden. Der Güterverkehr auf der Schiene bietet dabei durch den im Vergleich zur Straße um 90 % geringeren Rollwiderstand zwischen Stahlrad und Stahlschiene und die elektrische Traktion im Hauptlauf einen deutlichen Umwelt- und Kostenvorteil zum LKW.

Mit Start des Güterverkehrs werden die Bemühungen des Fördervereins Ilztalbahn e.V. zur
Reaktivierung und zur dauerhaften Sicherung der 2002 bereits temporär stillgelegten Bahnstrecke belohnt. Erst im Frühjahr 2017 musste die Sanierung eines schweren Hangrutsches komplett mit privatem Kapital finanziert werden. Die Vorhaltung dieser wertvollen öffentlichen Infrastruktur erfolgt bisher ohne finanzielle Beteiligung des Freistaats Bayern alleine auf ehrenamtlicher Basis durch Bürger aus der Region.

Pressemitteilung Holzverkehre

Pressefotos

Die hier bereitgestellten Fotos können Sie gerne unter der Quellenangabe “Foto: Ilztalbahn GmbH, Waldkirchen” verwenden. Über ein Belegexemplar – gerne auch digital – freuen wir uns!

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Ilztalbahn am Haltepunkt Neuhausmühle


Ilzbrücke bei Fischhaus


Ilztalbahn zwischen Fischhaus und Tiefenbach

Termine

Immer samstags und sonntags:
Planmäßiger Zugbetrieb Ilztalbahn + Anschlussbusse
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An allen Betriebstagen:
11:00 Uhr:
Geführte Wanderung „Zu Luchs, Wolf und Elch“ am Tierfreigelände im Nationalparkzentrum Link
14:00 Uhr: „Wipfelstürmer-Führung“ auf den Baumwipfelpfad im Nationalparkzentrum Link
Das Nationalparkzentrum erreichen Sie mit Ilztalbahn und Anschlussbus 605 ab Freyung.

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