Auf dem Weg zum Regelverkehr: Die schwäbische Alb-Bahn

Vom Bayerischen Wald zur Schwäbischen Alb sind es nur etwas mehr als 300 km Luftlinie.  Und trotzdem offenbar weit genug, um verkehrspolitisch in komplett entgegengesetzte Richtungen zu arbeiten.

Die Schwäbische Alb-Bahn betreibt die Bahnstrecke Schelklingen – Münsingen – Kleinengstingen bisher im Freizeit- Güter-, Berufs- und Schülerverkehr. Eine idyllische Nebenbahn in einer dünn besiedelten Gegend.

Nun sollen auf dem anschließenden Streckenabschnitt Kleinengstingen – Gammertingen auch wieder täglich Züge fahren. Der Landkreis Reutlingen unterstützt die Streckenreaktivierung mit Fördermitteln in Höhe von 150 000 €, unter anderem für die Streckensanierung und die Errichtung eines neuen Haltepunktes. Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), der zuständige Besteller des Zugverkehrs, finanziert schon heute den Freizeitverkehr und ab Mitte 2019 auch den Regelverkehr. Die Region zieht an einem Strang und treibt die Reaktivierung voran.

Und im Bayerischen Wald? Die politische Diskussion ist geprägt von Vorbehalten und fachlich unbegründeten Ängsten. Sowohl für den ehrenamtlich organisierten Freizeitverkehr als auch für die Überführung in einen Regelverkehr – ob nun zumindest saisonal oder doch gleich ganzjährig – fehlt die volle politische Unterstützung, sowohl aus der Region als auch auf Landesebene. Obwohl noch keinerlei Untersuchung zur Betroffenheit des Schülerverkehrs und zur Konkurrenzsituation von Bahn und Bus (sog. Parallelverkehre) vorliegen, dominiert das Thema meist ohne fachliche Fundierung und mit geschürten Emotionen die Berichterstattung.

 

Quellen:

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/Bahnstrecke-Engstingen-Gammertingen-aktivieren-Geld-fuer-Personenzuege,bahnstrecke-engstingen-gammertingen-100.html

https://alb-bahn.com/

https://www.gea.de/neckar-alb/ueber-die-alb_artikel,-bahnstrecke-zwischen-engstingen-und-gammertingen-wird-reaktiviert-_arid,6091376.html

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